Ausgabe Nummer 42 (2005)

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Thurella mit «Pias d’or 2005» ausgezeichnet

Bedeutendster Nahrungsmittel-Innovationspreis für Thurgauer Firma

Thurella mit «Pias d’or 2005» ausgezeichnet

An der Olmaeröffung vom Donnerstag vergangener Woche, in St. Gallen, konnte Bundesrat Hans-Rudolf Merz die Thurella AG aus Egnach für ihr neues Produkt «obi Pur»-Apfelsaft mit dem mit 20 000 Franken dotierten «Prix d’Innovation agricole suisse (Pias) d’or 2005» auszeichnen.


Bundesrat Hans-Rudolf Merz überreicht den
«Prix d’innovation agricole suisse (Pias) d’or 2005» an
die Delegation der Thurella AG aus Egnach, angeführt
von Direktor Paul Kundert. (tos)

Gross war der Jubel bei der Delegation der Thurella AG aus Egnach, angeführt von Direktor Paul Kundert, Verwaltungsratspräsident Hermann Hasen, Verkaufsleiter Franz Grob und Betriebsleiterin Miriam Blocher, als ihnen am Eröffnungstag der Olma der «Prix d’Innovation agricole suisse (Pias) d’or 2005» von Bundesrat Hans-Rudolf Merz überreicht wurde. Der «Prix d’Innovation agricole suisse (Pias) d’or 2005» gelte als bedeutendster Preis für innovative Schweizer Nahrungsmittel, betonte der Magistrat. Merz zollte den Preisträgern in seiner Ansprache Respekt und meinte wörtlich: «Sie sehen im harten Strukturwandel zuerst die Chance und nicht das Risiko. Mit Bauernschläue entdecken sie Nischen und machen damit das Potenzial unserer Landwirtschaft nutzbar. Und zwar in einer Zeit, in der viele Bauern zur Aufgabe gezwungen sind.» Der «Pias d’argent» wurde zweimal verliehen, nämlich an die Metzgerei Eichenberger aus Wetzikon ZH für den Eber-Bauernschüblig und an Peter Blaser aus Wangen an der Aare für einen Halbhartkäse aus reiner Ziegen- und Schafsmilch.

Über 100 Produzenten bewerben sich um den begehrten Preis

Für den «Prix d’innovation agricole suisse (Pias) d’or 2005» haben sich nach Aussage von Jürg Schletti, Präsident Agro-Marketing Suisse (AMS), über 100 innovative Produzenten von Schweizer Nahrungsmitteln beworben. 48 Produkte kamen in die Endausscheidung. Der vom Wettbewerbsgewinner und Träger des «Pias d’or 2005» der Thurella AG in Zusammenarbeit mit der Hochschule Wädenswil entwickelte Apfelsaft «obi Pur» entspreche genau den Vorstellungen der Initianten, nämlich dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) und der AMS. Dank einem innovativen Verfahren sei es gelungen, Apfelsaft aus erntefrischen Äpfeln der Spitzenqualität herzustellen. Dabei werde kein Konzentrat verwendet. «obi Pur» werde unter vollständigem Ausschluss von Sauerstoff über ein geschlossenes Presssystem – auch Schleuderverfahren genannt – hergestellt. Dadurch behalte der «flüssige Apfel in der Flasche» alle Eigenschaften einer frisch vom Baum gepflückten Frucht. «obi Pur» sei 100 Prozent natürlich und schmecke frischer, intensiver und abgerundeter als herkömmlicher Apfelsaft, betonte Schletti. Ebenso innovativ wie das Produkt sei auch die Flasche, die sich in Form von stilisierten Äpfeln präsentiert.

Mario Tosato

Preisgeld für geschädigte Obstbauern
Unmittelbar nach der Preisverleihung gab Thurella-Direktor Paul Kundert bekannt, dass sich die Thurella entschlossen habe, das Pias-Preisgeld von 20 000 Franken vollumfänglich an seine vom Feuerbrand betroffenen Obstbauern in Form von jungen Apfel- und Birnbäumen weiterzugeben. Mit dieser Aktion hoffe Thurella, wenigstens einen kleinen Beitrag an den entstandenen Schaden der vom Feuerbrand betroffenen Obstbauern zu leisten. Kundert wies darauf hin, dass die Thurella seit über 20 Jahren ein besonderes Förderprogramm zum Erhalt der Hochstammobstbäume in der Ostschweiz betreibe. In dieser Zeit wurden über 15 000 Obstbäume zum Selbstkostenpreis an Obstbauern abgegeben.
(tos)