Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
6. Juli 2018


Thurgauer Bauernvertreter wurden glanzvoll wiedergewählt

Ausgabe Nummer 43 (2015)

Hansjörg Walter wurde mit 36 721 und Markus Hausammann mit 31 282 Stimmen wieder gewählt. Auch der ehemalige Bauernsekretär Roland Eberle konnte mit 49 518 Stimmen seinen Sitz im Ständerat verteidigen. Sein Herausforderer Klemenz Somm, Grünliberaler, erzielte 26 304 Stimmen.

Bei den Nationalratswahlen kam Markus Hausammann, Langrickenbach, Präsident des Verbands Thurgauer Landwirtschaft, buchstäblich ins Zittern, belegte doch Verena Herzog, Frauenfeld, den zweiten Listenplatz. Schliesslich erreichte Hausammann 1357 Stimmen mehr als Diana Gutjahr, Amriswil. Das beste Resultat bei den Nationalratswahlen im Thurgau erzielte mit 36 721 Stimmen Hansjörg Walter, Wängi, welcher seit 1999 dem Nationalrat angehört und den Rat im 2011 präsidierte.
Obwohl Klemenz Somm die Wahl in den Ständerat nicht geschafft hat, ist er mit seinem Resultat zufrieden, konnte doch mit seiner Kandidatur der GLP-Politik im Thurgau Rückenwind verschafft werden.

Landwirtschaft muss allfälliges Abkommen mit der USA prüfen
Wie Hansjörg Walter erklärte, hat sich die politische Lage im Thurgau mit dem Sitzgewinn der FDP wieder normalisiert. Er schätzt sich glücklich, dass im Thurgau wiederum zwei bäuerliche Vertreter in den Nationalrat gewählt wurden. Das zeige, dass hier nicht nur Bauern-, sondern auch Gewerbe-Politik betrieben werde. Walter erklärte, dass er in der Wirtschaft gut vernetzt ist und hofft, weiterhin der Wirtschaftskommission (WAK) anzugehören. Ein weiteres politisches Ziel für Walter ist, die Zusammenarbeit mit der EU; er setzt sich weiterhin für die bilateralen Verträge ein. Im Raum stehen auch Wirtschaftsabkommen mit der EU und Amerika. Ein allfälliges Abkommen mit Amerika müsse aus Sicht der Landwirtschaft jedoch genau geprüft werden, hält Walter fest.

Einkaufs-Tourismus im Auge behalten
Markus Hausammann spricht von einem Freuden- Tag für die SVP Thurgau. Es sei nicht selbstverständlich, dass das gute Resultat von 2011 noch übertroffen werden konnte. Er sieht die Schwerpunkte für die kommenden vier Jahre bei den Finanzen. «Wichtig ist, dass allfällige Einsparungen nicht auf dem Buckel der Landwirtschaft ausgetragen werden», betont Hausammann und weist daraufhin, dass man den Einkaufs-Tourismus im Auge behalten muss. Ausserdem wird er sich in der neuen Legislatur auch den Umweltproblemen widmen.


Mario Tosato




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