Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
13. April 2018


Thurgauer Beeren, weil Frische besser schmeckt

Ausgabe Nummer 21 (2016)

Unter dem Motto «frisch-dynamisch-klar» wurde ein neuer Marktauftritt für Thurgauer Beeren lanciert und bei der Vorernteversammlung der Thurgauer Beerenpflanzer auf dem Sonnenhof Steinebrunn präsentiert.

Der Präsident des VTB (Verein Thurgauer Beerenpflanzer), Philipp Engel, ging kurz auf die Vereinsgeschichte und den Wandel der Landwirtschaft ein. Nebst top eingerichteten Betrieben, wie dem Sonnenhof mit einem 9000 m2 grossen Doppelfoliengewächshaus für Erdbeeren, gebe es immer noch viele Betriebe, die im risikoreicheren aber kostengünstigeren konventionellen Freilandanbau Beeren produzieren. Und immer noch werden Beeren einzeln von Hand gepflückt, wie vor 50 Jahren. Die Pflückerinnen und Pflücker müssen dabei wissen, welche Beeren pflückreif sind und wie man sie schonend pflückt.

Neuer Marktauftritt
Matthias Müller berichtete, wie Vorstandsmitglieder an einem Workshop den neuen Marktauftritt entwickelten. Vom alten Logo fielen der Löwe und die Beeren weg. Geblieben ist der markante Schriftzug «Thurgauer», der nun so grün wie die Kelchblätter der Erdbeere ist, ergänzt durch das erdbeerrote «Beeren». Ein schlichtes, frisch-fruchtiges Etikett, das ab sofort Erdbeerkartons, Plakate, Flyer, Rollups und die Homepage ziert. Es ist auch verkleinert noch gut erkennbar und soll sich dem Konsumenten einprägen, Erdbeeren sind Spontankäufe.

Ernteaussichten 2016
Florian Sandrini, Berater für Beerenbau und Betriebswirtschaft am BBZ Arenenberg, berichtete über die Ernteaussichten 2016. Beim traditionellen 1.-Mai-Rundgang zur Einschätzung der Ernte seien 75 ha oder 60 % aller Erdbeerkulturen im Thurgau besichtigt worden. Teilweise seien bei den Freilandkulturen trotz Abdeckung mit Vlies oder Beregnung Schäden entstanden durch die Spätfröste. Trotzdem seien die Ernteaussichten für 2016 gut. Es werden etwa 1850 Tonnen Thurgauer Erdbeeren erwartet. Dabei könne man den Zeitpunkt der Ernte recht gut voraussagen, sodass Händler und Grossverteiler ihre Aktionen planen können. Die Stärke der Regionalität sei, dass man die heiklen Erdbeeren an der Pflanze voll ausreifen lassen könne. Spätestens 24 Stunden nach der Ernte sollten die aromatischen Früchte über den Handel im Verkauf sein. Die Hauptanbausorte ist Elsanta gefolgt von Darselect und Joly. Die Ernteeinschätzung bei den Strauchbeeren beträgt etwa 800 Tonnen; 300 Tonnen Himbeeren, 160 Tonnen Heidelbeeren, 100 Tonnen Brombeeren, 110 Tonnen Johannisbeeren und 35 Tonnen Stachelbeeren.


Trudi Krieg













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