Ausgabe Nummer 13 (2009)

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Thurgauer Beerenproduzenten bleiben selbstständig

In Sulgen tagte die Vereinigung Thurgauer Beerenpflanzer

Die Vereinigung Thurgauer Beerenproduzenten schliesst sich der Fusion zum neuen Verband Thurgauer Landwirtschaft noch nicht an.

Wie Philipp Engel, Präsident der Vereinigung Thurgauer Beerenpfl anzer (VTB), an der Jahresversammlung erklärte, hat sich der Vorstand entschlossen, sich vorerst nicht an der Fusion der bäuerlichen Organisationen zum Verband Thurgauer Landwirtschaft (VTL) zu beteiligen. Nach Engels Aussagen wurden die Reglemente für die Fachkommissionen unter grossem Zeitdruck zuwenig sorgfältig entwickelt. Zudem möchten die Beerenpfl anzer ihre unternehmerischen Freiheiten erhalten. So habe sich der Vorstand entschlossen, die ersten Monate des neuen Verbandes vorerst abzuwarten. Später werde man einen Beitritt zum VTL nochmals prüfen. Andreas Binswanger, Präsident Thurgauer Bauernverband, akzeptierte den Entscheid der Beerenpfl anzer, gleichzeitig betonte er, dass die Türen beim neuen Verband für die VTB jederzeit offen stehen.

Kleine Beerenernten
In seinem Jahresbericht sprach Engel von der kleinsten Erdbeerente in den letzten Jahren. Dies sei auf die schlechten Wetterverhältnisse zurückzuführen. Ähnliches gelte auch für die Strauchbeeren. Eine einzige Ausnahme bilden dabei die Heidelbeeren. Nachdem die Kulturen vor drei bis vier Jahren angepfl anzt wurden, konnte erstmals ein Vollertrag geerntet werden.
Marianne Gubler konnte bei der Rechnung 2008 einen Gewinn von rund 2000 Franken bekannt geben. Heftig diskutiert wurde der Beitrag für Schalen. Der Vorstand wurde beauftragt, die Schalenpreise neu zu berechnen, um an der nächsten Jahresversammlung einen neuen Vorschlag zu machen. Unbestritten von den Mitgliedern ist hingegen die Finanzierung der VTB-Aktivitäten (Vorstandsarbeit, Interessenvertretung und anderes).

Werbung in der ganzen Schweiz
Peter Knup, Marketingverantwortlicher, stellte fest, dass trotz Krise und Rezession das Marketing für die Beeren nicht vernachlässigt werden dürfe. Obwohl jede dritte Schweizer Erdbeere aus dem Thurgau stamme, müsse die Werbung weiter intensiviert werden. Dabei soll vor allem auf Bewährtes wie Promotionen bei Grossverteilern, Auftritten in Kochsendungen oder Besuchen bei Zeitungsredaktionen gesetzt werden. Die Redaktionsbesuche in den Kantonen Zürich, St. Gallen und Thurgau entwickeln sich sehr gut, wird doch nicht nur im Thurgau über Erdbeeren, Strauchbeeren und Mini-Kiwi berichtet. Von diesen Besuchen profi - tieren die Beerenbauern in der ganzen Schweiz, betonte Knup. Die Aktion bei Coop «Erdbeerverkauf direkt ab Lastwagen » soll wiederholt werden.
Mario Tosato


Trotz Rezession und Krisen soll für die Thurgauer Beeren intensiv geworben werden.
(tos)
Trotz Rezession und Krisen soll für die Thurgauer Beeren intensiv geworben werden. (tos)