Ausgabe Nummer 22 (2003)

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Thurgauer Früchte für die Schweiz

Start der Erdbeer-Hochsaison
 
Thurgauer Früchte für die Schweiz
 
Mit der traditionellen Vorernteversammlung auf dem Betrieb von Hansueli und Susanne Bischof in Eggethof-Lenzwil eröffneten die Thurgauer Beerenpflanzer die Hauptsaison. In diesem Jahr wird eine Ernte von rund 1450 Tonnen erwartet. 70 Prozent der Früchte werden in die übrige Schweiz "exportiert".
 
Ernst Schellenberg von der Firma Qualiservice ist seit dieser Saison «Qualitätsinspektor» für die Ostschweiz.
 
Einige Dutzend Erdbeerpflanzer aus dem ganzen Kanton versammelten sich am Montagabend auf dem Betrieb von Hansueli und Susanne Bischof in Eggethof-Lenzwil, um sich über die Ernteaussichten bei den Thurgauer Erdbeeren in diesem Jahr ins Bild zu setzen. Laut Peter Konrad von der Fachstelle für Gemüse- und Beerenbau am LBBZ Arenenberg wird eine Ernte von 1450 Tonnen, verteilt auf 180 Tage, erwartet. Die 155 Bauernfamilien aus dem Kanton Thurgau und dem angrenzenden Schaffhauser Bezirk Stein am Rhein produzieren damit rund ein Viertel aller Schweizer Erdbeeren. Um das Angebot über die ganze Saison zu verteilen, ist der Anbau auf den rund 70 Hektaren nach Reifezeitpunkt gestaffelt: 26 Hektaren sind "verfrüht", das heisst unter Tunnel oder Folien, 22 Hektar wachsen "normal" im Freiland und wiederum 22 Hektar sind Spätkulturen nach dem 15. Juli. Von den Thurgauer Erdbeeren werden 70 Prozent in die übrigen Schweizer Kantone verkauft.

Professionelle Partnerschaft
Die Grundlage für die "Erfolgsstory" der Thurgauer Erdbeeren bildet nach Aussage von Peter Konrad die professionelle und gut strukturierte Kette vom Produzenten über den Handel bis hin zum Detaillisten. Dazu gehörten: Kurze, schnelle Transportwege, optimale Pflege der Beerengärten und richtige Sortenwahl. 80 Prozent des Ertrages erbringen die Sorten Elsanta, Darselect, Everest, Elvira, Lambada und Kimberly. 20 weitere Sorten teilen sich den restlichen Fünftel des Ertragspotenzials.
Strauchbeeren wie Him-, Brom- oder Heidelbeeren ergänzen das Angebot an Thurgauer Beerenfrüchten. Auf 30 Hektaren werden in diesem Jahr weitere 525 Tonnen Früchte geerntet. Im Jahr 2002 erwirtschafteten die Thurgauer Beerenpflanzer einen Rohertrag von 12,6 Millionen Franken. Sie leisteten dafür 335 000 Arbeitsstunden und erzielten einen Netto-Arbeitsverdienst von 19.25 Franken/Stunde.

Qualität ist ausschlaggebend
Anlässlich der Vorernteversammlung rief der für die Ostschweiz zuständige Qualitätsinspektor Ernst Schellenberg den Pflanzerinnen und Pflanzern die wichtigsten unerwünschten Fehler und Mängel in Erinnerung. Insbesondere erinnerte er sie daran, die 500-gr-Schalen doch mit 550 Gramm brutto zu befüllen, damit dem Konsumenten die verlangten 500 Gramm netto bleiben. Während der Besichtigung der Erdbeerenkulturen des Gastgeberbetriebes und an der anschliessenden Versammlung blieb den Pflanzerinnen und Pflanzern ausreichend Zeit, über diese oder jene Fachfrage zu diskutieren. (hil)
 
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