Ausgabe Nummer 32 (2003)
Thurgauer "hagte" wiederum am besten
| Schweizer Meisterschaft im Zaunbau bei Wülflingen | ||||
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| Auf dem Taggenberg bei Wülflingen fand am vergangenen Samstag zum 5. Mal die Zaunbau-Schweizer-Meisterschaft statt. Tom Oettli aus Birwinken setzte sich wiederum durch und gewann den Schweizer-Meister-Titel nunmehr zum fünften Mal. | ||||
| «Der wettkampfmässige Zaunbau hat seinen Ursprung in Neuseeland, Australien und Grossbritannien», betonte Mathias Werren, OK-Präsident der 5. Zaunbau-Schweizer-Meisterschaft auf dem Taggenberg bei Winterthur-Wülflingen gegenüber den Medien. Nachdem gleichenorts vor vier Jahren erstmals der Titel vergeben wurde, organisierte Werren mit seinem OK den Titelkampf zum zweiten Mal. Das Wettkampfgelände samt Infrastruktur wurde auf dem Hof der Familie Markus Moser eingerichtet. In diesem Jahr nahmen zehn Teilnehmer aus den Kantonen Zürich, Aargau, Thurgau, St. Gallen und Bern teil. Am Vormittag bestritten vier Zaunbauer und am Nachmittag deren sechs vor dichten Zuschauerreihen den Wettkampf. Schnell und sauber Jener Teilnehmer, welcher in der kürzesten Zeit einen perfekten Elektrozaun mit drei Drähten installiert hat, hat gewonnen. Das Zaunstück ist 90 Meter lang und mit einem rechten Winkel versehen. Er weist einen Eck- und End- und Torpfosten auf. Zwei dieser drei Pfähle werden vorgängig eingerammt; der dritte muss vom Wettkampfteilnehmer eingerammt werden. Da es sich um einen Elektrozaun handelt, müssen die Enden sowie der Eckpfosten mit Isolatoren versehen werden. Weiter hat der Zaunbauer zum Abschluss ein Weidetor korrekt zu montieren. Die Bewertung erfolgt nach einem vorgegebenen Reglement durch vier Schiedsrichter. Je mit 20 Prozent oder maximal 40 Punkten werden die Holzarbeiten, die Tormontage und Sauberkeit der Arbeit sowie die Zeit bewertet. Die Drahtarbeiten werden mit 40 Prozent gewichtet. Das notwendige Zaunmaterial wird jeweils vom Organisator zur Verfügung gestellt, während sämtliches Werkzeug, das zum Zaunbau benötigt wird, vom Teilnehmer mitgebracht werden muss. Grundsätzlich dürfen keine auf Fahrzeugen montierten Geräte eingesetzt werden. Titel erneut verteidigt Auch in diesem Jahr lief der Thurgauer Zaunbauer Tom Oettli aus Birwinken überlegen zu seiner Bestform auf. Bereits an den vergangenen vier Schweizer Meisterschaften setzte er sich gegen seine Konkurrenten jeweils deutlich durch und durfte sich als Schweizer Meister feiern lassen. Entsprechend wurde er auch in diesem Jahr als grosser Favorit gehandelt. Er zeigte auch bei den hochsommerlichen Temperaturen keinerlei Schwächen und konnte mit Unterstützung einer zahlreichen Fangemeinde den Zaun souverän ausführen. Als Schnellster absolvierte er den Wettkampf und wurde dafür mit der Maximalpunktezahl belohnt. Auch bei den Holzarbeiten, der Drahtarbeit und dem Anbringen von Knoten, Isolatoren und Verbindungen erhielt Oettli jeweils die besten Noten. Einzig beim Tor, der Arbeitssicherheit und Sauberkeit musste er sich vom St. Galler Sepp Schweizer schlagen lassen. Dank eines grosszügigen Gabentisches erhielten am Abend an der Siegerehrung jedoch alle Teilnehmer einen Naturalpreis. Mit einem kleinen Fest wurde der Wettkampf schliesslich würdig abgeschlossen. Nebst dem Wettkampf fand auf dem Areal auch ein kleines Rahmenprogramm statt. So wurden neue Zaunsysteme vorgestellt, Hütehundevorführungen durchgeführt und das Rammen von Pfählen demonstriert. Bereits wirft aber ein weiterer sehr grosser Anlass seine Schatten voraus. Gemäss Werren wird im Jahre 2005 die erste Europameisterschaft im Zaunbau in der Region Winterthur stattfinden. Erste Vorabklärungen laufen bereits. (romü)
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