Ausgabe Nummer 31 (2004)

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Thurgauer Himbeeren haben Saison

Familienleben
 
Thurgauer Himbeeren haben Saison
 
Leuchtend rot hängen die reifen Früchte zurzeit an den Sträuchern. Die Himbeerernte läuft auf vollen Touren. Überall in den Läden und auf den Märkten sind Himbeeren erhältlich. Bei ihrem Genuss kommen Augen, Nase, Zunge und Gaumen gleichermassen auf die Rechnung: Das Auge erfreut sich über die schöne leuchtend-rote Farbe, die Nase über den köstlichen und feinen Duft, Zunge und Gaumen schliesslich über Saft und Aroma dieser wahrhaft edlen Frucht, die nach wie vor als Geschenk des Sommers gilt.
 
 
 
Himbeeren sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Die mineralstoffreichen Früchte können bei Nieren- und Blasenbeschwerden helfen, aber auch bei Verstopfung. Sie enthalten ausserdem eine Menge des Vitamins Biotin, das für schöne Haut und Haare sorgen soll. Der Saft der Himbeeren stärkt und erfrischt bei Fieber. Neue Forschungen haben gezeigt, dass in den Früchten enthaltene sekundäre Pflanzenstoffe (Flavanoide) die Immunabwehr stärken. In der asiatischen Medizin werden Himbeeren von Frauen auch als Mittel gegen starke Monatsblutungen eingesetzt.

Beerengeschichte
Himbeeren gehören botanisch zu den Rosengewächsen. Die roten Früchte der in den Wäldern wild wuchernden Sträucher wurden bereits in der Jungsteinzeit gesammelt. Im Mittelalter wurde dann in den Klostergärten mit der Kultivierung der Himbeeren begonnen. Züchter versuchen seitdem unentwegt neue Sorten zu entwickeln, die ertragreicher und widerstandsfähig gegen mögliche Krankheiten sind.

Thurgauer Himbeeren zum Geniessen
Was ist schöner, als reife Himbeeren direkt vom Strauch zu pflücken und zu vernaschen? Ebenso gehören Himbeeren mit geschlagenem Rahm zur Hitliste der Dessertträume. Die aromatischen, beliebten Früchte sind äusserst vielseitig. Daraus lassen sich unzählige Dessertspezialitäten zubereiten. In meiner Jugendzeit war die rohe Himbeerkonfitüre das Höchste der Gefühle.


Rohe Himbeerkonfitüre

Zutaten:
1 kg Himbeeren
6–8 EL Honig
1&Mac218;4 TL Vanillezucker

Zubereitung:
Himbeeren pürieren. Honig mit Vanillezucker leicht erwärmen und mit der Himbeermasse mischen. In saubere, kalt ausgespülte Gläser füllen, Deckel schliessen. Zu beachten ist, dass diese rohe Himbeerkonfitüre im Kühlschrank höchstens 5–6 Tage haltbar ist. Auf das Butterbrot gestrichen, ist sie eine wahre Delikatesse. Sie dient aber auch als Grundlage für Cremen mit Quark, Rahm usw.


Flan mit roher Himbeerkonfitüre

Zutaten:
4 dl Rahm
2 dl Milch
1 Vanillestängel aufgeschlitzt
4 EL Zucker
5 Blatt Gelatine
rohe Himbeerkonfitüre
einige frische Himbeeren
Zitronenmelissenblätter

Zubereitung
Gelatine im kalten Wasser mindestens 10 Minuten quellen lassen. Rahm, Milch, Zucker und Vanillestängel aufkochen. Gequollene Gelatine ausdrücken und unter die kochende Masse rühren. Sofort in Portionenförmchen verteilen. Auskühlen lassen und anschliessend in den Kühlschrank geben. Flan kurz ins heisse Wasser stellen und auf die Teller stürzen. Himbeerkonfitüre dazu geben und mit frischen Himbeeren garnieren. Nach Belieben als Garnitur einen Schlagrahmtupf daraufgeben und mit Zitronenmelissenblätter verzieren.


Himbeerparfait mit Pfirsichkompott

Zutaten
Für das Parfait:
700 g Himbeeren
100 g Puderzucker
2 EL Zitronensaft
3 Eigelb
100 g Zucker
4 dl geschlagenen Rahm
etwas geschlagenen Rahm zum Garnieren

Für den Kompott:
3 Pfirsiche
wenig Wasser
1 EL Zucker
1&Mac218;2 TL Vanillezucker

Zubereitung
Parfait:
Cakeform mit Cellophan oder Blechreinpapier auskleiden und in den Tiefkühler stellen. Himbeeren pürieren und durch ein Mehlsieb streichen. Puderzucker und Zitronensaft zum Himbeermark geben und gut verrühren. Eigelb und Zucker in der Küchenmaschine schaumig schlagen, bis eine hellgelbe, voluminöse Masse entstanden ist. Himbeer-, Eimasse und geschlagenen Rahm vorsichtig miteinander mischen und in die vorgekühlte Cakeform geben. Sofort tiefgefrieren.

Kompott:
Pfirsiche vierteln, Stein entfernen und in eine Pfanne mit wenig Wasser geben. Zucker und Aroma beifügen. Erhitzen und die Schalen entfernen. Nach Belieben die Pfirsichviertel in kleinere Schnitze schneiden. Nochmals erhitzen.

Anrichten: Parfait mit dem Cellophan aus der Cakeform heben und in Tranchen schneiden. Auf flache Teller anrichten. Mit heissem Pfirsichkompott bereichern und mit geschlagenem Rahm garnieren. Das restliche Parfait kann dank des Cellophans problemlos wieder in die Cakeform zurückgelegt werden. Weitere Dessert- Leckerbissen sind gesichert.

LBBZ Arenenberg, Fachstelle Ländliche Hauswirtschaft und Familie, Pia Lenz
 
 
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