Thurgauer Landfrauen jubilieren
Ausgabe Nummer 3 (2004)
Thurgauer Landfrauen jubilieren
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Prominente gratulieren zum Jubiläum 75 Jahre Thurgauer Landfrauen |
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| Unter dem Titel «75 Jahre drei Generationen» beleuchteten Elisabeth Bommeli, Herdern, Hermine Hascher, Geschäftsführerin Thurgauer Bauernverband (TBV), Weinfelden, und Andrea Heimberg Müller, Hörhausen, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Landfrauen und Bäuerinnen. Die evangelische Stadtkirche Frauenfeld war bis auf den letzten Platz besetzt, als die 75. Landfrauentagen mit dem Lied «Grosser Gott, wir loben Dich» eröffnete wurde. Der Jubiläumsveranstaltung und damit den Thurgauer Landfrauen erwiesen unter andern die Regierungsräte Roland Eberle und Bernhard Koch, Nationalrat Hansjörg Walter, Frauenfelds Stadträtin Elsbeth Aepli und die Kantonsrätinnen Marlies Mettler und Liselotte Peter-Huber die Reverenz. Blick in die Vergangenheit Elisabeth Bommeli, langjährige Präsidentin des Thurgauer Landfrauenverbandes, befasste sich mit den Krisenjahren Ende der 20er-/Anfang der 30er-Jahre, wo die Frauenbewegungen an Einfluss gewannen und in vielen europäischen Ländern das Frauenstimmrecht eingeführt wurde. Nach den Krisenjahren folgten die Kriegsjahre mit fast nicht zu bewältigenden Aufgaben für die Landwirtschaft. Elisabeth Bommeli erinnerte an die vielen Veränderungen, die der Aufschwung der Wirtschaft mit sich brachte. Sie gab der Freude Ausdruck, dass die «Bäuerinnentage» auch die logische Umwandlung in «Landfrauentage» ohne weiteres überstanden und auch die 75 Jahre unglaublicher Veränderungen überlebten. Kreative Organisation Im Namen des Thurgauer Bauernverbands (TBV) gratulierte Geschäftsführerin Hermine Hascher den Landfrauen zu ihrem Jubiläum. Sie erlebe die Thurgauer Landfrauen in den Gremien des TBV als kreative, aktive und selbstbewusste Organisation, die sich der Zeit stellen. Bei den Landfrauen stehe der Mensch immer wieder im Zentrum, wobei das Gesellige bei allen Unternehmungen nicht zu kurz komme. «Es ist ganz wichtig, dass in unserer schnelllebigen und auf Geld konzentrierten Zeit jemand andere Akzente setzt. «Es ist eben schon so, dass oft Frauen den Mut haben, einem allgemeinen Kurs Gegensteuer zu geben, wenn sie sehen, dass es nicht so läuft, wie es eigentlich sollte», bekräftigte Hermine Hascher. |
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| Mut zu Neuem Die 36-jährige Andrea Heimberg Müller schilderte ihre Erfahrungen als Quereinsteigerin mit Universitätsabschluss in einen bäuerlichen Haushalt. Sie skizzierte die positiven Erlebnisse bei der berufsbegleitenden Ausbildung zur Bäuerin mit Fachausweis. Sie ermunterte die Landfrauen, gerade wenn diese mit ihrer Situation unzufrieden sind oder sich ausgeliefert fühlen, etwas Neues anzupacken. Dabei habe die Aus- und Weiterbildung einen hohen Stellenwert. Andrea Heimberg Müller erzählte auch von ihrer politischen Tätigkeit und animierte die Landfrauen, selbst in politischen Ämtern Verantwortung zu übernehmen. Mario Tosato |
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| Die Termine Unter dem Motto «75 Jahre Thurgauer Landfrauentage» mit Referaten von Elisabeth Bommeli, Hermine Hascher und Andrea Heimberg Müller finden nächste Woche die Landfrauentage wie folgt statt: Dienstag, 20. Januar, 14.15 Uhr, reformierte Kirche Weinfelden Mittwoch, 21. Januar, 14.15 Uhr, reformierte Kirche Arbon (tos.) |
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