Ausgabe Nummer 11 (2010)

zurück zur Übersicht

Thurgauer Landfrauen luden zu «schlaraffi a-Romanshörnli»

Vermittlerinnen einheimischer Genüsse

 

Zwei Thurgauer Ernährungsbotschafterinnen der Thurgauer Landfrauen, unterstützt von ihren Kolleginnen, zeigten an der Schlaraffi a-Gourmetmesse, wie abwechslungsreich einheimische Winterküche sein kann.

 

Dem im Sommer 2008 lancierten Projekt «Gesund essen – wir wissen wie» des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbandes folgte 2009 das Angebot zur Ausbildung als «Botschafterin Ernährung». Auch der Thurgau hat nun vier Ernährungsbotschafterinnen. Zwei dieser Botschafterinnen, Adelheid Gsell aus Winden und Anni Vollenweider aus Schlatt, traten am Sonntag mit Landfrauenkolleginnen im Rahmen der Showküche an der Schlaraffi a auf. Sie kochten «Romanshörnli », ein Rezept aus «Thurgauer Bäuerinnen und Landfrauen kochen». Nebst Gefl ügel und Teigwaren stellte die Beilage mit Federkohl und farbigen Karotten einen wichtigen Bestandteil der Vermittlung der «Genussbotschaft» dar. Hier fühlte sich Anni Vollenweider, eine Expertin für Gemüse, «in ihrem Element ». Sie und ihr Mann Kurt führen einen vielseitigen Gemüsebaubetrieb, für den die Direktvermarktung auf Wochenmärkten in Agglomerationen eine grosse Rolle spielt. Da bereits die nächste Generation auf dem Familienbetrieb mitarbeitet, verfügt Anni Vollenweider über zeitliche Kapazitäten. Diese nutzte sie, um am Strickhof Wülfl ingen die Ausbildung «Botschafterin Ernährung» zu absolvieren. Dazu Vollenweider: «Der Auftritt an der Schlaraffi a war eine Herausforderung und gute Teamerfahrung. Gerne würde ich nun auch an Schulen informieren.»

 

Wertvolle Impulse

Adelheid Gsell führt mit ihrem Mann Werner einen Betrieb, der seine geräucherten Spezialitäten (Pouletbrust, Forellenfi lets) direkt vermarktet. Sie hatte im Herbst 2009 als Botschafterin auch am «Produktetag Kartoffeln» in den Coop- Einkaufszentren mitgewirkt. Die Ausbildung zur Botschafterin bezeichnet sie – wie Anni Vollenweider – als eine wichtige Erfahrung: «Wir erfuhren viel über die Gesprächsführung, Interaktion mit dem Publikum, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Wir lernten den Verband und seine Rolle neu kennen, wurden uns bewusst über Marktzusammenhänge und Globalisierung. Auch erachte ich es immer wieder als wichtig, neue Impulse für den eigenen Betrieb zu erhalten: Sei es zu Standaufbau und -gestaltung, zu gesetzlichen Grundlagen, und natürlich zur Ernährungslehre.» Die Ausbildungstage am Strickhof waren für sie darüber hinaus eine gute Gelegenheit, sich mit anderen Frauen, die ebenfalls Hofl äden führen, auszutauschen. Den Auftritt an einer Messe wie der Schlaraffi a bezeichnete sie als eine ideale Plattform: Hier würden die Botschafterinnen nicht mit «reinen Degustatorinnen» verwechselt. Der nächste, schweizweite Anlass, bei dem Ernährungsbotschafterinnen zum Einsatz kommen, ist der Tag der Milch am 17. April.

 

Isabelle Schwander