| Degustation von einheimischen Obstsäften | |||||
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Thurgauer Most, ein Spitzenprodukt
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| Die Thurgauer Obstverwerter stellen jedes Jahr ihre Muster ab selbst hergestelltem Süssmost, Gärsaft oder Spezialität, einer Fachjury zur Bewertung zur Verfügung. Nach den national geregelten Kriterien werden die Muster degustiert. | |||||
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| Eine objektive Degustation von Obstsäften braucht viel Erfahrung und Kenntnis in der Obstverwertung. Dies bestätigen die alljährlich durchgeführten Kurse für die Degustation. Am Thurgauischen Wettbewerb vor kurzem am LBBZ Arenenberg degustierten erfahrene Kursleiter, die das Metier kennen und sich mit stetiger Aus- und Weiterbildung den hoch gesteckten Zielen stellen. Der Thurgau ist in der komfortablen Lage, mit eigenen Degustatoren diesen bedeutenden Anlass durchzuführen. Andreas Von Ow und Kurt Hablützel waren Degustatoren aus dem Nachbarkanton Schaffhausen. Eine gute Zusammenarbeit ist eines der Ziele der Thurgauer Obstverwerter. Strenge Kriterien Der hohe Standard des Thurgauer Süssmosts wird nach genauen Vorgaben und Kriterien bewertet. Vorzüge, beim Geruch: rein, fruchtig, typisch, sauber, voll und edel; beim Geschmack: rein harmonisch, typisch, sauber, gehaltvoll und fruchtig. Unter Wünsche werden Anregungen eingetragen. Bei den Mängeln kann der Degustator aus 10 Kriterien das Richtige bestimmen. Für die Thurgauer Obstverwerter ist das Thema Mängel am Wettbewerb bald ein Fremdwort. Der Zuckergehalt in Öchsle spielt eine wesentliche Rolle. Hat das edle Getränk weniger als 45 ° Öchsle, so werden maximal 16 Punkte verteilt. Darüber können die Säfte bis 18,0 Punkte einbringen. Nicht nur die Öchsle allein zählen, so haben Muster mit viel Öchsle, aber mit weniger Vorzügen kaum höhere Punktzahlen. Die Teilnehmer erhalten am Absenden das Degustationsresultat und die Beurteilung durch die Fachjury. Die Beurteilung gibt dem Süssmoster eine Standortbestimmung für sein Produkt. Mit den guten Kursbesuchen in Aus- und Weiterbildung ist der Qualitätsstandard der Thurgauer Obstverwerter auf einem sehr hohen Niveau. Zu diesem Erfolg haben die Thurgauer Kursleiter vieles dazu beigetragen. Konsum von Süssmost im Thurgau steigend Die Förderung der alkoholfreien Verwertung ist das Ziel der Thurgauer Beratungsstelle und der aktiven Süssmoster. Die initiativen Verwerter pasteurisierten im vergangenen Herbst 2002 fast 1,8 Millionen Liter zum über die Kantonsgrenzen hinaus bekannten edlen Getränk, dem Thurgauer Süssmost. Von den Kundenmostern wurden gut drei Millionen Liter Obstsaft gepresst. Der Konsum von Süssmost im Thurgau wurde in den vergangenen Jahren stetig gesteigert. Die Teilnahme am kantonalen Qualitätswettbewerb ist für die meisten Obstverwerter Ehrensache. So auch das Logo und Motiv der Thurgauer Obstverwerter: «Natürlich und gesund, Thurgauer Most». Vielerorts gehen die Vorräte an Süssmost und Spezialitäten bei den Obstverwertern bereits zu Ende. Daher ist im Herbst 2003 damit zu rechnen, dass im Thurgau die Liter an verarbeitetem Süssmost erneut ansteigen werden. Beliebete Gärsäfte und Spezialitäten Die Herstellung von Gärsäften und Spezialitäten gewinnen im Thurgau zunehmend an Bedeutung. Jährlich ist die Abgabe der Anzahl Saftmuster beliebt. Alle Muster wurden mit der Anerkennungskarte ausgezeichnet. Für den Gärsaft und die Spezialitäten bedeutet dies eine erfolgreiche Aufwertung für das edle Getränk aus unserer Region. Hoher Qualitätsstandard Der vergangene Herbst 2002 war für die Obstproduzenten und Obstverwerter mengenmässig verglichen mit dem Vorjahr eine grosse Ernte. Für die Süssmoster war es daher eine grosse Herausforderung, so edle und hervorragende Muster bereitzustellen. Die abgegebenen Muster zum Qualitätswettbewerb erhielten im Thurgau wie in den Jahren zuvor wieder hohe Punktzahlen. Der Durchschnitt aller liegt bei 16,53 Punkten, 0,41 Punkte höher als im Jahr 2001. Der Zuckergehalt in Öchsle lag bei 48,87 °. Eine beachtenswerte Leistung der Thurgauer Obstverwerter. Super Resultate 2003 Die eingereichten und degustierten Muster waren alle überzeugend und von guter Qualität. Keines der über 70 Muster musste mit einem Mangel vermerkt werden. An der Spitze lagen zwei Proben aus dem Thurgau, die mit 17,5 Punkten bewertet wurden. Dies waren Werner Müller, St. Margrethen (TG), und Ursula Graber, Fruthwilen. 17,5 Punkte erreichten 2 Teilnehmer 17,0 Punkte erreichten 16 Teilnehmer 16,5 Punkte erreichten 31 Teilnehmer 16,0 Punkte erreichten 9 Teilnehmer 15,5 Punkte erreichten 2 Teilnehmer 15,0 Punkte erreichte 1 Teilnehmer Die Einreichung von Süssmostmustern zur Degustation ist öffentlich. Der Anlass wird auf der Webseite und in der Zeitschrift «Thurgauer Bauer» ausgeschrieben. Mitglieder des Thurgauer Süssmosterverbandes erhalten weitere Auszeichnungen und können sich für den nationalen Qualitätswettbewerb qualifizieren. Die Thurgauer Beratungsstelle für Obstverwertung gratuliert den erfolgreichen Thurgauer Obstverwertern für die glanzvolle Leistung und die erfolgreiche Förderung des Thurgauer Süssmostes, der weit über die Kantonsgrenze deren Beliebtheit erfreut. (BOV/Gr.) |
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Ausgabe Nummer 22 (2003)

