Ausgabe Nummer 18 (2008)
Thurgauer Tafeltrauben sind etwas Spezielles
Arbeitsgemeinschaft Tafeltraubenproduzenten Thurgau (Thurta) tagten in Sulgen
Mit noch grösseren Anstrengungen soll der Bekanntheitsgrad der Thurgauer Tafeltrauben und damit der Verkauf gefördert werden.Das laufende Jahr stehe für die Thurgauer Tafeltraubenproduzenten unter dem Motto «Thurgauer Trauben sind etwas Spezielles », erklärte Präsident Karl Leugger an der ordentlichen Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Tafeltraubenproduzenten Thurgau (Thurta). Im vergangenen Jahr habe man das Vertrauen der Grossverteiler Migros und Coop sowie der Konsumenten nach dem Jahr 2006, in dem die Qualität nicht immer stimmte, wieder zurückgewonnen. Die Forderung der Grossverteiler nach 500-Gramm- Schalen mit Deckel konnte umgesetzt werden. Die Kennzeichnung als Thurgauer Tafeltrauben müsse aber zwingend verbessert werden. Die Produzenten stellten auch fest, dass nicht alle angebauten Sor- ten den hohen Anforderungen entsprachen. Diese wurden zu einem grossen Teil bereits gerodet. Der Vorstand der Thurta entschied sich für ein restriktives Vermarktungskonzept. Grundsätzlich sollen nur noch die geeigneten Sorten als Thurgauer Tafeltrauben verkauft werden. Im vergangenen Jahr bestellten die Grossverteiler recht grosse Mengen, so dass bei den weissen Sorten ein Engpass entstand. 2007 wurden 32 005 Kilogramm Thurgauer Tafeltrauben verkauft, davon 8300 Kilo im Direktverkauf. «Nur mit grössten Anstrengungen, speziell mit besonderen Sorten, die sich vom Durchschnitt der importierten Tafeltrauben abheben, können wir in Zukunft in der relativ kurzen Vermarktungsphase grössere Mengen verkaufen», stellt Leugger fest.
Kernarme und samenlose Sorten
Laut Bruno Hugentobler, Leiter Fachstelle Obst- und Rebbau BBZ Arenenberg, ist es wichtig, dass der Bekanntheitsgrad der Thurgauer Tafeltrauben weiter gesteigert werde. Eine Umfrage habe ergeben, dass bei den Konsumentinnen und Konsumenten kernarme und samenlose Traubensorten gefragt seien, betont Hugentobler. Auch im laufenden Jahr soll die praktische Weiterbildung gefördert werden. Bei den Grossverteilern sind Degustationen geplant, bei denen die Produzenten anwesend sind. Mit Hofführungen soll auf Tafeltrauben aufmerksam gemacht werden. Zudem soll der Direktverkauf intensiviert werden.
Mario Tosato

