Tiefere Einkommen im Jahr 2002
Ausgabe Nummer 38 (2003)
Tiefere Einkommen im Jahr 2002
| Definitive Buchhaltungsauswertung der FAT bestätigen: |
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| Im Jahr 2002 liegen die Einkommen im Vergleich zum Mittelwert der drei Vorjahre tiefer. Die definitiven Ergebnisse der Zentralen Auswertung von Buchhaltungsdaten an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und Landtechnik in Tänikon (FAT) bestätigen die provisorische Auswertung vom April dieses Jahres (siehe Tabelle). Rohertrag Trotz Krise in der Milchbranche kann der Rohertrag (das heisst Einnahmen aus Produkteverkauf plus Direktzahlung) aus der Milchproduktion gehalten werden. Schweine- und Geflügelhaltung weisen gar höhere Werte aus. Der Hauptgrund liegt in der Bestandesausdehnung. Aufgrund der Marktsituation beim Schlacht- und Nutzvieh musste die Bewertung des Rindviehs nach unten korrigiert werden, was zu tieferen Ergebnissen in der Rindviehhaltung führt. Die Direktzahlungen pro Betrieb liegen um 13 Prozent höher als in den Vorjahren. Neben dem betrieblichen Wachstum tragen Anpassungen im Direktzahlungssystem und Umstellungen auf geförderte Produktionsformen (wie BTS oder RAUS) zu diesem Anstieg bei. Landwirtschaftliches Einkommen Einen Rückgang gegenüber dem Mittel der Vorjahre weisst dagegen das landwirtschaftliche Einkommen (Rohertrag minus Fremdkosten) je Betrieb aus. Im Jahr 2002 erreicht es 51 500 Franken gegenüber 56 966 Franken im Mittel der Vorjahre 1999 bis 2001. Der mittlere Rohertrag je Betrieb liegt 1,6 Prozent über dem Niveau der drei Vorjahre. Beim Pflanzenbau sind tiefere Werte zu verzeichnen. Die Fremdkosten liegen im Jahr 2002 um sechs Prozent über dem Dreijahreswert von 1999 bis 2001. Gestiegen sind vor allem die Kosten für Futtermittel, die Gebäudekosten sowie die allgemeinen Betriebskosten. Wesentliche Einsparungen sind bei den Personalkosten zu verzeichnen. Der Arbeitsverdienst (das heisst landwirtschaftliches Einkommen minus Verzinsung des Eigenkapitals) je Familienarbeitskraft und Jahr, die mit nichtlandwirtschaftlichen Löhnen vergleichbare Grösse, liegt im Jahr 2002 bei 30 262 Franken gegenüber 33 835 Franken im Mittel der Jahre 1999 bis 2001. Gegenüber dem Vorjahr ist der Arbeitsverdienst stabil geblieben. Die Referenzbetriebe bewirtschaften 2002 3,3 Prozent mehr Fläche und halten 2,5 Prozent mehr Tiere als 1999 bis 2001, was einen Teil der Kostensteigerung erklärt. Der Rückgang des Einkommens ist in der Bergregion ausgeprägter als in der Hügelregion und der Talregion (siehe auch Tabelle). (FAT/hil) |
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