Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
19. Oktober 2018


Tipps für landwirtschaftliche Fahrzeuge im Strassenverkehr

Ausgabe Nummer 10 (2016)

Die Kommission Landtechnik Thurgau lud zu einer interessanten Veranstaltung, bei der auf die Sicherheit im Strassenverkehr bei landwirtschaftlichen Transporten aufmerksam gemacht wurde. Über 350 Personen folgten der Einladung zum Vortrag «Landwirtschaftliche Transporte – Sicher unterwegs » welcher von der Kommission Landtechnik des Verbandes Thurgauer Landwirtschaft (VTL) organisiert wurde.

Die Veranstaltung fand in der Agrar Landtechnik AG in Balterswil statt. Hansjörg Uhlmann, Präsident der Kommission Landtechnik, stellte fest, dass sich die Landwirte mit dem Strassenverkehr stark auseinander setzen, sich informieren und die Vorschriften einhalten. Mit solchen Informationsveranstaltungen wolle man das Verantwortungsbewusstsein gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern weiter stärken.

Empfehlungen des Strassenverkehrsamtes
Sepp Enk, Chefexperte Fahrzeugprüfungen des Strassenverkehrsamtes des Kantons Thurgau, sprach zu Themen wie: Immatrikulation, Angaben im Fahrzeugausweis, Zugvorrichtungen, Mitfahren, Anbaugeräte, Anhängerbremsen und neue EU-Vorschriften. Enk wies darauf hin, dass auch nicht eingelöste Anhänger (bis 30 km/h) auf öffentlichen Strassen den technischen Anforderungen entsprechen müssen. Mit der Ziffer 202 wird der Fahrer auf viele Punkte hingewiesen welche berücksichtigt werden müssen. Das sind: Maximalgewicht, die bewilligte Anhängelast, mögliche Achslasten, Stützlast, die Zug- Verbindungseinrichtungen, Verkehr- und Betriebssicherheit als Kombination, Betriebsgewichte unter den Anhängern, Bremssystem, Leistungsvermögen des Zugfahrzeug und Geschwindigkeiten. Enk machte auch auf die Verbindungen Traktor–Anhänger aufmerksam.

Gurtentragpflicht auch bei landwirtschaftlichen Fahrzeugen
Wie der Chefexperte erklärte, dürfen auf den landwirtschaftlichen Motorfahrzeugen nur so viele Personen mitfahren, wie Plätze bewilligt sind. Kinder bis zum vollendeten siebten Altersjahr dürfen auf einem sicheren Kindersitz mitfahren. Personentransporte dürfen nur im Zusammenhang mit der Bewirtschaftung eines Landwirtschaftsbetriebes erfolgen, zudem thematisierte er auch das Tragen von Sicherheitsgurten. Er wies auch darauf hin, dass Anbaugeräte nicht breiter als maximal 3,5 Meter sein dürfen.
Laut Sepp Enk geniesst die Landwirtschaft im Strassenverkehr einige Privilegien. Zur Beibehaltung der Sonderstellung sollten Pflichten und Verantwortung wahrgenommen werden. Der Referent wies auch auf die Bremsvorschriften für landwirtschaftliche Anhänger hin. Er informierte abschliessend über die neuen EU-Vorschriften für lof-Fahrzeuge mit Landoder forstwirtschaftlicher Zulassung.
René Beck, Kantonspolizei Thurgau, und Rita Zingg, Mobiliar Versicherung, berichteten zum Abschluss der Tagung über Verkehrunfälle mit teils schweren Verletzungen und deren finanziellen Folgen für die Unfallverursacher.


Mario Tosato













« zurück zur Übersicht