Ausgabe Nummer 11 (2005)

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Tipps und Tricks zum Säen

Familienleben
 
Tipps und Tricks zum Säen
 
Endlich ist der Frühling da. Die richtige Jahreszeit, um Samen von Gemüse und Blumen in die Erde zu streuen. Damit der Samen optimal keimen kann und der Gartentraum Wirklichkeit wird, ist auf einige Punkte zu achten.
 
 
Pikieren Kefesetzling vorgetrieben Setzling (LBBZ)
 
Aussaaterde
Aussaat und Pikiererde, die für die Anzucht von Pflanzen verwendet werden sollte, weisst spezielle Eigenschaften auf. Die Erde sollte keinen Dünger enthalten und man sollte bei der Aussaat auch keinen hinzugeben. Damit die Sämlinge nicht von Krankheiten oder Schädlingen befallen werden, wird die Erde vorgängig vom Hersteller sterilisiert. Es ist von Vorteil, wenn man die Aussaaterde nicht lange lagert, da sie sonst nicht mehr steril ist.

Setzlingsanzucht im Haus
Für die Aussaat ein sauberes Gefäss (Töpfchen oder Schale) bis zum Rand mit feuchter Aussaaterde füllen, mit einem Brettchen oder der Handfläche andrü-cken und die Körner verteilt aussäen. Eine 2–3 mm dünne Schicht Erde sorgt für dunkle Keimbedingungen. Besonders feiner Samen oder Samen, die nur bei Licht-einfluss keimen, werden nicht zugedeckt, sondern nur angedrückt. Danach die Gefässe in lauwarmes Wasser stellen, bis die Erde vollständig feucht ist. Die Gefässe sollten nun bis zur Keimung der Samen an einen warmen Ort (18 bis 24 °C) gestellt werden. Die Aussaat sollte bis zur Keimung der Samen mit einem Vlies zugedeckt werden. Keimen die Pflanzen, das Gefäss an einen kühlen und hellen Ort stellen. Ein helles ungeheiztes Zimmer, ein Treibkasten oder im Treppenhaus an einem Fenster ist ein idealer Ort für die Anzucht der Pflänzchen. Vorsicht, eine zu warme Anzucht lässt die Pflanzen aufschiessen, und sie werden unbrauchbar.
Sobald die zarten Keimlinge gut fassbar sind, werden sie mit einem Pikierstab oder Bleistift vorsichtig herausgehoben und einzeln in Lochplatten oder kleine Töpfchen eingepflanzt. Die Wurzelspitzen sind bei den Sämlingen vor dem Einpflanzen mit dem Fingernagel zu kürzen. Die pikierten Jungpflanzen mit lauwarmen Wasser angiessen und an einen vor Frost geschützten hellen Ort stellen. Die Setzlinge vor dem Pflanzen ins Freiland unbedingt an die Sonne und Aussentemperatur gewöhnen.

Vorkeimen
Weil Rübli oft drei Wochen zum Keimen brauchen, mischt man einige Körner schnell wachsender Radiesli oder Schnittsalat als Markiersaat dazwischen. Die lange Keimzeit von Rübli, Pastinaken und Petersilie im Freien lässt sich erheblich verkürzen, sicher machen und die Ernte verfrühen, wenn man den Samen in einen Beutel mit feuchtem Sand gibt und zwei bis drei Tage lang bei Zimmertemperatur (18 bis 24°C) aufbewahrt. Danach sofort aussäen, damit die Keimspitzen nicht beschädigt werden. Kefen, Buschbohnen und Zuckermais können ebenfalls vorgekeimt werden. Die Samen werden einzeln in kleine Erdpresstöpfe oder in eine Lochplatte 2 bis 3 Wochen vor dem Auspflanzen in das Gartenbeet vorgezogen. Auch hier liegt der Vorteil darin, dass die Ernte früher erfolgen kann und schlechte Witterung oder Schädling, und Krankheiten die Jungpflanzen weniger schädigen können.

Daniel Brogle Leiter Schulgärtnerei, LBBZ Arenenberg
 
 
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