Ausgabe Nummer 12 (2005)
Tobi - fit für die Grenzöffnung
| 8 Mio. Franken für modernste Sortier- und Abpackanlagen |
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| Die Tobi Tafelobst AG Bischofszell hat in den vergangenen Wochen erfolgreich die neuen Sortier- und Abpackanlagen in Betrieb genommen. Sie vertreibt jährlich über 14 000 Tonnen Früchte vorwiegend aus den Kantonen Thurgau und St. Gallen. | |||
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| «Eigentlich ist die Tobi ein modernes Märchen. 1999 stand die Firma hart am Abgrund und wurde aus der Obi-Gruppe herausgelöst. Die Firma wurde stark abgemagert und ist heute wieder kerngesund», freut sich René Bock, Verwaltungsrats-präsident der Tobi Tafelobst AG. Zusammen mit Thurella (früher Egnacher Bodenseegenossenschaft) und dem Landverband LV-St. Gallen entwickelte sich Tobi zum grössten Ostschweizer Obstvermarkter. Der mutige Schritt nach vorne, gute technische Infrastrukturen und eine aktive Geschäftsleitung liessen die Umsatzzahlen steigen und die Marktstellung stark verbessern. Die Tobi vertreibt jährlich über 14 000 Tonnen Früchte, vorwiegend aus den Kantonen Thurgau und St. Gallen, und weist damit einen gesamtschweizerischen Marktanteil von rund 15 Prozent aus, wie Bock erklärte. Nach einem klaren Konzept übernimmt die Tobi Tafelobst AG von 200 Produzenten in der Bodenseeregion Äpfel, Birnen, Kirschen und Beeren aus ökologischem und biologischem Anbau und vermarktet diese an Grossverteiler und Fachgeschäfte in der ganzen Schweiz. Tobi Tafelobst AG mit gesunden Finanzen Nach Aussage von Bock tätigte die Firma im vergangen Jahr einen Umsatz von 25,9 Mio. Franken und beschäftigte rund 70 Mitarbeitende. Der Cashflow betrug 1,8 Mio. Franken. Die Investitionen von rund 8 Mio. Franken für die neuen Sortier- und Abpackanlagen wurden mit 5 Mio. Franken fremd finanziert, und 3 Mio. Franken stammen aus den eigenen Finanzen. Die Eigenmittelquote beträgt zurzeit 33 Prozent, wie Bock bekannt gab. Er ist überzeugt, dass die Tobi Tafelobst AG mit den neuen Sortier- und Abpackanlagen fit für die Grenzöffnung ist. Modernste Technologien für Sortieren und Abpacken Laut Verwaltungsrat Karl Müller, St. Gallen, besteht in Bischofszell eine lange Tradition der Obstvermarktung. Es lag deshalb nahe, dass Tobi Tafelobst AG auf der bestehenden Infrastruktur auf- und ausgebaut werden konnte. Die Verantwortlichen setzten sich frühzeitig mit den neus-ten Technologien des Sortierens und des Abpackens auseinander. Die Betriebsabläufe wurden bei dieser Gelegenheit analysiert und angepasst, stellte Müller fest. Darauf wurde ein Erweiterungsbau mit 3500 Quadratmeter Grundfläche für die Installation von fünf Verpackungslinien, für eine grosszügig bemessene Spedition sowie für zusätzliche Kühl- und Lagerräume realisiert. Im Aussenbereich wurden neue Lagerflächen für einige tausend Obstkisten und bessere Verkehrsflächen für die Lastwagen geschaffen. Schonungsvoll sortieren und abpacken Im Zentrum der Erneuerung stehen die Sortier- und Abpackanlagen vorwiegend für Äpfel, erklärte Ruedi Brüllhardt, Geschäftsführer und Mitglied des Verwaltungsrates. Schonend werden die Früchte kurz nach der Anlieferung in fliessendem Wasser und danach in Schalen nach Grösse, Farbe, Druckfestigkeit und Zuckergehalt sortiert. Die neue Sortieranlage bewältigt in der Stunde 10 000 Kilogramm Obst. Die Grosskisten werden vollautomatisch entleert und gefüllt. Optimal seien auch die Abläufe von den Lagerräumen zur Sortier- und Abpackanlage und zur Zwischenlagerung. Nach den Erklärungen von Brüllhardt erhält der Kunde genau das, was er will und bestellt hat, zum Beispiel Äpfel mit der gleichen Farbe oder in der gleichen Grösse. Insgesamt fünf Verpackungslinien garantieren die schonende und rationelle Verpackung der Früchte. Bis zu 1800 Kilogramm in der Stunde kann eine neue Verpackungslinie bewältigen, was ausserordentlich wichtig ist in Bezug auf die einzuhaltenden knappen Termine. Nur mit den modernsten Sortier- und Abpackanlagen ist es möglich, innert kürzester Frist qualitativ hochwertige Früchte aus den Kühllagern in die Läden zu bringen. Laut Brüllhardt gilt bei Tobi Tafelobst AG: «Am Morgen bestellt ? am Nachmittag geliefert ? am nächsten Tag beim Konsumenten.» Mario Tosato |
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