Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Oktober 2018


Trotz Preiserhöhungen stabile Käseexporte

Ausgabe Nummer 7 (2015)

Im Jahr 2014 konnte die Schweizer Käsebranche 0,4 Prozent mehr Käse exportieren als im Vorjahr. Dies trotz schwierigem Marktumfeld und Preiserhöhungen um 5,4 Prozent. Auch der Erlös stieg an.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 68 255 Tonnen Schweizer Käse exportiert, wie Switzerland Cheese Marketing (SCM) und die TSM Treuhand GmbH mitteilen. Das sind 246 Tonnen oder 0,4 Prozent mehr als 2013. Die Zahlen seien ein klares Signal, dass die Konsumenten im Ausland trotz verschlechterter Kaufkraft bereit seien, einen höheren Preis für Schweizer Qualität zu bezahlen, heisst es in der Medienmitteilung. Die Branche zeigt sich mit den Zahlen zufrieden, da eine grössere Zunahme aufgrund der schwierigen Währungssituation nicht zu erwarten war. Der Erlös der Exporte stieg von 603,5 Millionen Franken auf 638,2 Millionen.
80 Prozent der Käseexporte gehen in Nachbarländer der Schweiz, ganz an der Spitze liegt Deutschland mit 31 100 Tonnen. In diesem wichtigen Markt konnte 3,8 Prozent mehr Käse abgesetzt werden. Grund für die Zunahme ist, dass viele Händler Deutschland als Drehscheibe für den Weiterexport in andere EUStaaten nutzen. Die Exporte nach Übersee blieben mit 12 130 Tonnen praktisch stabil.
Schwierig präsentiert sich die Situation nach wie vor für den Emmentaler: Die Exporte nahmen um 17 Prozent oder 2876 Tonnen ab. Mit 13 994 Tonnen ist der Emmentaler aber dennoch der meistexportierte Schweizer Käse. Auf Rang zwei folgt Gruyère, welcher die Exporte um 1,4 Prozent auf 12 376 Tonnen steigern konnte.
Zugelegt haben die Importe. Sie stiegen um 3,2 Prozent auf 53 827 Tonnen an. Über die Hälfte der Zunahme betrifft Billigware aus Deutschland, die für rund 4,80 Franken pro Kilo importiert wird und in der Gastronomie oder der Nahrungsmittelindustrie landet.
Mit der Aufhebung des Euromindestkurses werden nun weitere Preiserhöhungen im Export durchgeführt werden müssen. Dies wird wahrscheinlich negative Auswirkungen auf die Verkäufe haben. Daher werde 2015 für die Branche ein schwieriges Jahr, schreiben SCM und TSM. Grosse Marketinganstrengungen basierend auf Swissness seien nötig, um die Exportmengen halten und dem Importdruck standhalten zu können.

(lid)




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