Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
13. Juli 2018


Über 4000 Besucher am Arenenberger-Tag

Ausgabe Nummer 24 (2017)

Erstmals wurde der Arenenberger-Tag mit dem Slow Food-Markt der Ostschweiz durchgeführt, was bei den Besuchern gut ankam.

Martin Huber, Direktor des Bildungs- und Beratungszentrums, welches den Arenenberger-Tag bereits zum siebten Mal durchführte, war glücklich über den harmonischen Verlauf der Veranstaltung. Der grosse Andrang von über 4000 Besucherinnen und Besuchern bedeutet neuen Besucherrekord. «Der Arenenberger- Tag ist für alle beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine echte Zusatzleistung, die sie erbringen. Auch deshalb bin ich über den enormen Zuspruch, den wir aus dem Besucherantrag ablesen können, sehr froh. Die Neuerung Slow Food-Markt hat sich sehr gut bewährt, denn der ganzheitliche Ansatz von Slow Food passt perfekt zu uns, eben ganz im Sinne unseres Slogans «Arenenberg belebt». Besucher Werner Fritschi meint: «Ich bin sehr begeistert von der Vielfalt und der Menge an Ausstellern. Klasse ist auch, dass man mit dem kleinen Zügli bis hier hochgefahren wird, wenn man mit dem Schiff oder der Bahn anreist.» Besucherin Katharina Schlude hält fest: «Die Einbindung vom Slow Food-Markt finde ich super. Die Kombination mit der landwirtschaftlichen Schule passt einfach.»

Slow Food CH am Arenenberger-Tag
Nicole Biefer aus Gossau und Kurt Hartmeier-Stamm aus Eggersriet erklären den Standpunkt der Slow Food CH wie folgt: «Für Slow Food CH steht das Recht auf Genuss und gutes Essen jedem Menschen zu – deswegen tragen alle die Verantwortung, das kulinarische Erbe, die Kultur und die Tradition zu schützen, die diesen Genuss möglich machen». Wie die beiden weiter erklären, tritt Slow Food CH für Biodiversität und nachhaltige Lebensmittelproduktion ein: Lebensmittel, die vom Verschwinden bedroht sind, finden entweder Schutz in der Arche des Geschmacks oder werden als Presidio gefördert. Slow Food CH setzt sich ein für Geschmacksbildung bei Kindern und Erwachsenen und bringt Produzenten, Gastronomen und Konsumenten zusammen – zum Beispiel im weltumspannenden Netzwerk «Terra Madre». «Auf die gesellschaftliche Debatte zu Food Waste, zur Ernährungssouveränität und zu weiteren aktuellen Food-Themen nimmt Slow Food CH Einfluss, oft in Kooperation mit anderen Organisationen », betonen Nicole Biefer und Kurt Hartmeier- Stamm.

Werbung für das Projekt Heumilch
Unter anderem wurde im Stall des Arenenbergs auf den geplanten, neuen Stall aufmerksam gemacht. Bernhard Müller und Manuela Vogel, Gruppe Regionale Entwicklung, und Jenifer van der Maas, Gruppe Betrieb, Familie, Tiere, beantworteten Fragen der Besucherinnen und Besucher. Bernhard Müller und Manuela Vogel informierten Konsumenten, Landwirte und Bäuerinnen über das Projekt Heumilch. Heumilch ist nach ihren Aussagen die ursprüngliche Art der Milchproduktion. Heumilchbauern gewinnen ihre Milch natürlich und traditionell, indem sie die Tiere gemäss dem Lauf der Jahreszeiten füttern. Die Milchkühe grasen im Sommer auf saftig grünen Wiesen und werden im Winter mit sonnengetrocknetem Heu gefüttert. Heufutter muss ganzjährig verfügbar sein. Deshalb lassen die Heumilchbauern ihre Wiesen im Sommer wachsen bis sie reich an Kräutern und Gräsern sind, mähen dann das Gras, trocknen es an der Sonne und legen so den Heuvorrat für den Winter an. Die Besucher hatten Gelegenheit, Produkte aus Heumilch wie Joghurt und Frischkäse zu degustieren.


Mario Tosato



















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