Ausgabe Nummer 26 (2006)

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Über 850 machten begeistert mit!

Wein- und Gourmetwanderung in Neunforn



An der zweiten Thurgauer Wein- und Gourmetwanderung nahmen am Sonntag, 18. Juni, in Neunforn über 850 begeisterte Besucher Teil. Unter den Teilnehmern waren erstaunlich viele junge Leute und ganze Familien, mit Kinderwagen ausgerüstet.

Die sieben Kilometer lange Erlebniswanderung führte durch die prächtige Landschaft über der Thur, zwischen dem Fahrhof, Ober- und Niederneunforn. Gesamthaft standen für den Anlass 120 freiwillige Helfer im Einsatz, um die 850 Teilnehmer zu versorgen. Als Trägerorganisation konnte in diesem Jahr die Rebbergkorperation Neunforn gewonnen werden, welche für die eigentliche Vorbereitung und Durchführung verantwortlich war. Die Thurgauer Wein- und Gourmetwanderung steht unter dem Patronat des Thurgauer Weinbauverbandes.

Die Schlemmerroute

Zu Beginn der Wanderung wurde jeder Teilnehmer mit einem entsprechenden Patch, Weinglas und Trinkbecher ausge-rüstet. Dafür gab es im Weinkeller der Familie Gentsch den entsprechenden Begrüssungsapéro. Die erste eigentliche Wanderetappe führte bis in den «im Abt», mitten in den Reben, wo die Familie Engel den ersten Gang «Gemüsebouillon Julienne» servierte. Danach führte die Route bis zur Buschenschenke im Vogelsang beim Fahrhof, wo der zweite Gourmentgang serviert wurde. Auf der Menukarte bei der Familie Egloff standen die Felchenchnusperli vom Bodensee und Dippsauce. Nach der zweiten Stärkung stand der nächste Wanderungsabschnitt bis auf den Hof im Bichler an, wo mit dem Rindsgulasch der dritte Gang für die Verpflegung der Besucher bereit stand. Gestärkt machte man sich anschliessend auf die vierte Wanderetappe durch das prächtige Dorf Niederneunforn bis zum alten Schützenhaus in der «Trottenhalde», wo bereits die «Chäsplättli» auf die Wandersleute warteten. Durch die Niederneunforner Reblagen führte die Wanderung bis zum Rastplatz «Chrachenfels,» wo zum Dessert Thurgauer Apfelkuchen serviert wurde.

Einheimische Produkte

Wir durften nebst den einheimischen Weinproduzenten, Selbstkellerern und Selbstvermarktern auch mit den einheimischen Gastronomen und Lieferanten sehr eng zusammenarbeiten, führte Ruedi Kägi, OK-Präsident und Niederneunforner Rebbauer, aus. So waren verschiedene Gastronomen und ein Metzger aus der Region für das kulinarische Wohl der Gäste verantwortlich. Doch auch der Wein aus den verschiedenen Lagen durfte nicht fehlen. An jedem der Rastorte wurde eine breite Palette der einheimischen Weine und passend zur Speise ausgeschenkt, erklärte Kägi. Diese Auswahl ist hier äussert vielfältig. Nebst den beiden Hauptsorten Riesling Sylvaner und Blauburgunder in verschiedenen Variationen sind es bereits auch schon zwölf weitere Spezialitäten, welche von den Winzern vinifiziert werden.

Roland Müller


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