Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Januar 2018


Vermeintlich kalte Asche führt zu Brand - wer bezahlt?

Ausgabe Nummer 28 (2015)

Unsorgfältig gelagerte Asche führt immer wieder zu Bränden, dies ist bekannt. Doch wie reagieren die Versicherungen, wenn es aus Unachtsamkeit erneut zu einem Brand kommt? Können Personen strafrechtlich verfolgt werden, wenn sie die elementarsten Vorsichtsmassnahmen missachten?

Trotz grosser Präventionsanstrengungen der Feuerwehren und Unfallverhütungsorganisationen nehmen einige Personen die Gefahren im Umgang mit Grill- und Cheminéerückständen nicht ernst. Sie leeren die vermeintlich abgekühlte Asche in Plastikeimer, Kehrichtsäcke, Kartonschachteln oder reinigen das Cheminée mit dem Staubsauger. Tatsache ist, dass Asche noch Tage nach dem eigentlichen Ausglühen im Cheminée oder Grill brandgefährlich ist. Deshalb muss Asche immer gut verschlossen in einem Metallbehälter auf einer nicht brennbaren Unterlage gelagert werden.

Strafverfahren und Entschädigungskürzungen
Wer die Asche dennoch aus seinem Grill in einen Sack oder Plastikeimer leert, handelt grobfahrlässig. Es droht ein Strafverfahren und eine Verurteilung wegen fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst, was empfindliche Leistungskürzungen durch die Versicherungen zur Folge hat. Wer ein Feuer entfacht, ist dafür verantwortlich, dass keine Brandschäden entstehen. Ein richtiger Grilleur kennt deshalb nicht nur den Umgang mit Fleisch, Maiskolben und Gemüsespiesschen, sondern weiss auch, wie gefährlich Grillasche ist. Also: Vorsicht beim Grillieren – vermeiden Sie Brände!
Bei Fragen zu diesem Thema hilft Ihnen das Team der Versicherungsberatung VTL oder Ihr emmental- Berater gerne weiter.

Daniel Keller, Versicherungsberater VTL, Weinfelden,
emmental Versicherung, Telefon 071 626 28 90




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