Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Januar 2018


Vielfältige Anforderungen an Lebensmittel der Zukunft

Ausgabe Nummer 26 (2014)

Am 3. grenzübergreifenden Bürgerforum «Lebensmittel von morgen» geben Forscher, Unternehmen und Mediziner am 2. Juli Einblick in die Ernährung der Zukunft.

Auf dem gastgebenden Gemüsebaubetrieb Ziegelhof der Familie Böhler in Tägerwilen organisierte Frank Burose, Geschäftsführer des Kompetenznetzwerks Ernährungswirtschaft (KNW-E), Weinfelden, vorgängig zum Anlass vom 2. Juli bereits Mitte Juni eine Medienorientierung. Gemeinsam mit BioLAGO e.V. – life science network, Konstanz, wirkt das KNW-E als Ko-Organisator des 3. grenzübergreifenden Bürgerforums «Lebensmittel von morgen» vom 2. Juli 2014 im Dreispitz-Kulturzentrum in Kreuzlingen mit. Frank Burose informierte, dass Ernährung mit gesundheitlichem Mehrwert stärker in den Fokus der Gesellschaft rückt. Dies insbesondere im Zusammenhang mit dem Anstieg von Herz- und Gefässerkrankungen, Diabetes und Allergien. Es sollen am Forum auch die Chancen, die sich durch den gemeinsamen Wissensund Technologietransfer in den modernen Biowissenschaften eröffnen, aufgezeigt werden. Simone May, Geschäftsführerin von Agro Marketing Thurgau AG, wird das Bürgerforum am 2. Juli moderieren. Als Ziel des Forums bezeichnete sie es, den Konsumenten insgesamt aufzuzeigen, welche hochwertigen Nahrungsmittel rund um die Bodenseeregion produziert werden. Hartmut Welck, Netzwerkmanager bioaktive pflanzliche Lebensmittel/Steinbeis-Europa-Zentrum, informierte über die Entwicklung marktfähiger Produkte mit Amarant.

Mängel vorbeugen helfen
Hartmut Welck erklärte, dass für Amarant (ein Scheingetreide) ein Nischenmarkt mit steigendem Potenzial besteht, da es ernährungsphysiologisch wertvolle Inhaltsstoffe enthält. Aus Amarant werden zum Beispiel Backwaren für Menschen mit Zöliakie (Glutenintoleranz) sowie Nahrungsergänzungsmittel hergestellt. Die Anzahl der Nahrungsmittel mit wissenschaftlich erwiesenen positiven Wirkungen auf die Gesundheit wird innerhalb der nächsten Jahrzehnte ansteigen. Otto Knes, Geschäftsführer der Swiss Analysis AG/ Vorstand BioLAGO e.V., Tägerwilen, informierte über die Prävention von Stoffwechselerkrankungen. Die Versorgung mit Mikronährstoffen wie Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen hänge unmittelbar mit der Entstehung verschiedener Stoffwechselstörungen zusammen. Um einen latenten Mangel frühzeitig zu erkennen und einer Erkrankung vorzubeugen, habe die Swiss Analysis AG Untersuchungsmethoden entwickelt, die anhand bestimmter Marker Aussagen über den individuellen Bedarf ermöglichen: «Wir verwenden Marker jedoch nicht als Diagnostik für eine Krankheit, sondern als Abweichung vom Gesundheitszustand und um zu helfen, abgestimmte Risiken einzuschätzen», so Otto Knes.
Eva Arrigoni, tätig bei Agroscope/Institut für Lebensmittelwissenschaften, Wädenswil, wird am Forum über neue Erkenntnisse zu Carotinoiden informieren. An der Medienorientierung thematisierte sie grüne Blattsalate, Spinat und die grünen Teile von Lauch und Krautstiel, die sich günstig auf die Sehkraft auswirken können.


Isabelle Schwander







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