Ausgabe Nummer 12 (2005)

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"Vielfältige Thurgauer Landwirtschaft"

Sonderschau der Thurgauer Bäuerinnen und Bauern im Landwirtschaftszelt
 
 
Die Kundenbefragung anlässlich der Frühjahrsmesse 2004 hat ergeben, dass die Thurgauer Bäuerinnen und Bauern bei den Konsumentinnen und Konsumenten ein sehr grosses Vertrauen geniessen und sich die Landwirtschaft an den Kundenbedürfnissen zu orientieren versteht. Der 4. Controllingbericht 2004 über das Leitbild für die Thurgauer Landwirtschaft zeigt auf, dass in den Bereichen Tierschutz und Ökologie grosse Fortschritte erzielt wurden, die wirtschaftliche Situation der Thurgauer Bauern sich hingegen deutlich verschlechtert hat. Um diese Situation zu verbessern, wird vermehrt überbetrieblich zusammengearbeitet, bieten Maschinenringe Hilfe an und engagieren sich die Bäuerinnen und Bauern in Zu- und Nebenerwerbsbereichen. Letztere werden in der Sonderschau dargestellt. Die Sonderschau wird mit einem lustigen Gesellschaftsspiel, einer vielfältigen Produkteschau und verschiedenen Tieren ergänzt und abgerundet.
 
Landwirtschaftstourismus
Unter diesem Oberbegriff wird für Ferien auf dem Bauernhof und «schlaf im Stroh!» geworben. Haben Sie schon eines von diesen Angeboten ausprobiert? Wenn nein, lassen Sie sich unverbindlich informieren. Ein weiteres Angebot stellt «Schule auf dem Bauernhof» (SchuB) dar. Mit SchuB geht es nicht um die Verbesserung des Einkommens, sondern um das Öffnen von Bauernhöfen für Schülerinnen und Schüler. Immer weniger Jugendliche wissen, wie es auf einem Bauernhof zu- und hergeht. Dieses interessante Angebot steht allen Schulen im Kanton Thurgau offen.

Direktvermarkter ?
Thurgauer Geschenkharass

Die Kundenbefragung im Jahr 2004 hat gezeigt, dass viele Konsumentinnen und Konsumenten den Einkauf von frischen und qualitativ hoch stehenden Produkten direkt ab Hof zu schätzen wissen und auch rege benützen. Man weiss beim Kauf vom Hof, woher die Produkte stammen, und kann sich jederzeit über die Anbautechnik, die Produktionsweise und die Produktearten informieren. Ein weiteres, sehr gediegenes Angebot stellt der Thurgauer Geschenkharass dar, der in unterschiedlichen Grössen und individuell zusammengestellt angeboten wird. Ein stets gern gesehenes, originelles Mitbringsel!



Strenge Knospe-Vorschriften ?
Ist die Knospe drauf, ist Bio drin!

Die Bio Suisse, der Dachverband der Schweizer Biobäuerinnen und -bauern stellt erfreut fest, dass die Nachfrage nach Bioprodukten weiterhin wächst und zurzeit 2,5 Prozent des Lebensmittelumsatzes beträgt. Der Verband ist bestrebt, diesen Anteil mittelfristig auf rund 5 Prozent zu steigern. Im Kanton Thurgau werden 233 Betriebe nach den Normen des Biolandbaus bewirtschaftet. Die Thurgauer Biobäuerinnen und -bauern freuen sich, Sie kompetent über die Anbauvorschriften und über die Bio-Knospe (Gütezeichen) zu informieren.

Bienenzucht und Bienenhaltung
Es ist höchst interessant, die fleissigen Insekten bei der Arbeit zu beobachten. Diese einmalige Möglichkeit bietet sich im Landwirtschaftspavillon. Die Bienen sind besonders im Obstbaukanton Thurgau unentbehrliche Helfer. Sie befruchten die Blüten der unzähligen Obstbäume und sind in der Tat für das Entstehen der herrlichen Früchte verantwortlich. Gewissermassen als Nebenprodukt produzieren sie aus dem Nektar Honig. Mitglieder des Imkervereins Immenberg informieren über ihr interessantes Hobby.

Überbetriebliche Zusammenarbeit in Maschinen- und Betriebshelferringen
Um den enormen Anpassungsdruck, dem die Bäuerinnen und Bauern ausgesetzt sind, zumindest arbeitswirtschaftlich und technisch teilweise abzufedern, bestehen im Kanton Thurgau zwei Maschinen- und Betriebshelferringe. Der Maschinen- und Betriebshelferring Thurgau AG unterstützt die Landwirtschaft, aber auch das Gewerbe und Privathaushaltungen mit dem Vermitteln von ausgebildeten und erfahrenen Arbeitskräften. Ferner bietet er den Landwirten Dünger, Futtermittel, Ersatzteile zu günstigen Konditionen an und handelt mit Fleisch. Dazu kommt der Transport und das Ausbringen von flüssigem Hofdünger mit dem umweltschonenden Schleppschlauchverfahren.
Der Maschinenring Boden-See-Rücken stellt einen Betriebshelfer zur Verfügung, um in Notfällen oder bei Militärdienst- und Ferienabwesenheit den Betriebsleiter zu ersetzen und Arbeitsspitzen zu brechen. Ferner bietet er Bauhilfen, Maschinenvermittlung und Kompostier- sowie Häckseldienste an. Die aus dem MR Boden-See-Rücken hervorgegangene MR Agro AG hilft den Bauern, sich auf dem Beschaffungs- und Absatzmarkt besser zu positionieren. Eine weitere Tochter des MR Boden-See-Rücken ist die Thur Milch Ring AG, welche die Milchmenge der angeschlossenen Lieferanten bündelt, um für die Milchproduzenten bessere Preis- und Abnahmebedingungen zu erwirken. Die ebenfalls aus dem MR Boden-See-Rücken hervorgegangene Erzeugergemeinschaft Bodenseefleisch AG ist mit Erfolg im Nutz- und Schlachtviehhandel tätig und organisiert regelmässig öffentliche Schlachtviehmärkte.



Holzschnitzen ? eine handwerkliche Tradition mit grosser Vergangenheit
Nicht nur in Brienz, sondern auch im Thurgauer Weiler Bätershausen wohnt ein aktiver Holzschnitzer. Es ist dies Bernhard Fankhauser. Nebst einer vielfältigen Ausstellung zeigt er täglich im Massstab 1:1, wie die Kunstwerke entstehen.

Produkteschau und Gesellschaftsspiel «Agri-Disk»
Erstmals an der diesjährigen Frühjahrsmesse wird in der Sonderschau Obst und Gemüse ausgestellt. Diese Produkteschau soll alle Besucherinnen und Besucher «gluschtig machen» und zum Kauf der herrlichen Thurgauer Produkte animieren. Die Sonderschau wird mit einem billard-ähnlichen, lustigen Gesellschaftsspiel, dem «Agri-Disk», abgerundet. Besucherinnen und Besucher können sich auf spielerische Art unterhalten und sich gleichzeitig über die Thurgauer Landwirtschaft informieren. Jeder Agri-Disk-Gewinner erhält einen Naturalpreis.

Tierausstellung
Eine Sonderschau über die Thurgauer Landwirtschaft wäre nicht vollständig, wenn Tiere fehlen würden. Aus diesem Grund sind Mutterkühe, Schweine, Esel, Strausse, Ziegen, Schafe, Kaninchen, Tauben, Küken und Bienen ausgestellt. Diese sind da, um beobachtet, bestaunt und bewundert zu werden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Hans Stettler,
Chef Landwirtschaftsamt Thurgau
 

29. Thurgauer Frühjahrsmesse
vom Donnerstag, 31. März, bis Sonntag, 3. April 2005, auf dem Areal der Zuckerfabrik in Frauenfeld


Öffnungszeiten
Donnerstag und Freitag:13.30 bis 21.30 Uhr
Samstag:     10.30 bis 21.30 Uhr
Sonntag: 10.30 bis 20.00 Uhr

Eintrittspreise

Erwachsene      Fr. 8.-
Jugendliche
(12 bis 18 Jahre)
Fr. 5.50
AHV-Rentner*1) Fr. 5.50

*1) Am Donnerstag, 31. März 2005:
Gratiseintritt für alle AHV-Bezüger
(von 13.30 bis 18.00 Uhr).

Gratisbus: Alle 20 Minuten ab Bahnhof SBB (mit Haltestelle bei der Post Talbach).

(Quelle: www.tg-messe.ch)

 
 
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