Ausgabe Nummer 26 (2009)
Vielversprechende Jungbauern
Anlässlich der Lehrabschlussprüfung im Fach Ackerbau hatte ich als Experte die Gelegenheit, eine ganze Reihe zukünftiger Bauern am Ende ihrer Ausbildung kennenzulernen. Die Mehrheit hat sich dermassen gut präsentiert, dass ich gerne ein paar Zeilen darüber schreibe. Die Prüfung setzt sich aus einer theoretischen und einer praktischen Note zusammen. Im praktischen Teil zeigt sich sehr rasch, ob jemand Routine hat und mit anspruchsvollen Arbeiten regelmässig betraut wurde. Pflügen, Düngen und Pflanzenschutz waren die häufigsten Arbeiten, die praktisch ausgeführt und beurteilt wurden. Im theoretischen Teil ging es darum, nicht nur den Zustand einer Kultur und ihre Krankheiten und Schädlinge zu kennen sondern auch konkrete Massnahmen abzuleiten. Ausserdem waren die theroetischen Grundlagen zu Bodenernährung und Pflanzenschutz zu beherrschen.
Die sehr guten Resultate weisen auf ein optimales Zusammenspiel aller Beteiligten hin. Die jungen Berufsleute sind wach, interessiert und bereit, mit Fleiss und Ehrgeiz ein Ziel zu erreichen. Die Lehrkräfte der Berufsschule haben dazu erfolgreich das theoretische Rüstzeug vermittelt. Beeindruckt hat mich die extrem hohe Identifikation mit den Lehrbetrieben. Selbstbewusst und ein wenig stolz wiesen einige darauf hin, zunehmend sehr anspruchsvolle Arbeiten selbstständig erledigen zu dürfen.
Die vielfältigen Anforderungen der Gesellschaft an die Bauern verlangt Berufsleute, die fundiert ausgebildet, flexibel und innovativ sind. Es hat mir viel Freude bereitet, eine ganze Reihe kennenzulernen, die alle Voraussetzungen mitbringen, um ihre Zukunft erfolgreich zu meistern.
Daniel Vetterli, Rheinklingen
