Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
15. Juni 2018


Volg-Gruppe hielt Umsatz fas auf Vorjahresniveau

Ausgabe Nummer 15 (2017)

Oberwinterthur ZH: Volg-Bilanzmedienkonferenz

Persönliche Nähe und soziale Kontakte, welche ein Dorfladen bieten kann, werden nach wie vor als ein wichtiger Mehrwert geschätzt. Dies trägt mit dazu bei, dass 2016 die 585 Volg-Läden einen Umsatz von 1120 Mio. Franken erzielten.

Im für die Volg-Gruppe relevanten Bereich Food/ Nearfood versuchten die meisten Detailhändler angesichts stagnierender Umsätze, mit massiv höherer Expansionstätigkeit sowie intensiven Werbemassnahmen in Form von aggressiven Aktionen und immer schneller werdender Aktionskadenz die Verkäufe anzukurbeln. «Letzteres war auch für die Volg- Gruppe spürbar, mussten wir doch im Bereich Nearfood ein grösseres Minus in Kauf nehmen. Vor diesem Hintergrund sind wir mit dem erzielten Geschäftsergebnis zufrieden», sagte Ferdinand Hirsig, Delegierter des VR und Vorsitzender der Geschäftsleitung von Volg an der Bilanzmedienkonferenz.

Detailhandelsumsatz gehalten
Mit den beiden wichtigsten Standbeinen – den Dorfläden und TopShop-Tankstellenshops – legte Volg an Umsatz zu. Der vor längerer Zeit gefällte Entscheid, den Wachstumswarengruppen Getränke, Frische und Convenience in den Verkaufsstellen mehr Platz einzuräumen, erwies sich als gute Strategie. Bei stabilen Preisen konnte die Volg-Gruppe den Detailhandelsumsatz halten. Dieser liegt mit 1,467 Milliarden Franken (Vorjahr 1,471 Mia. Fr.) praktisch auf Vorjahresniveau. Die 585 Volg-Dorfläden (Vorjahr 578) als der klar wichtigste Verkaufskanal, erzielten einen Umsatz von 1,120 Mia. Franken (Vorjahr 1,105 Mia.). Das Wachstum fortsetzen konnte Volg auch in der Westschweiz: Ende 2016 wurde mit dem Volg-Laden in Sugiez FR die 43. Verkaufsstelle eröffnet, weitere Läden sind in Planung. Ende 2016 beschäftigte die Volg Konsumwaren AG insgesamt 628 Mitarbeitende (Vorjahr 613), davon 406 (393) in Winterthur, 86 (85) in Landquart und 136 (135) in Oberbipp. Der Anstieg des Personalbestands am Hauptsitz Winterthur steht in erster Linie im Zusammenhang mit der Expansion in der Westschweiz. Werner Baumgartner, Finanzchef der Volg-Gruppe, erörterte die Jahresrechnung und fasste zusammen: «Die Volg Konsumwaren AG hat 2016, trotz höherer Aufwendungen aufgrund verschiedener IT-Grossprojekte sowie der Expansion in der Westschweiz, den Jahresgewinn um 9,9 % auf knapp 6,0 Mio. Franken gesteigert.»

«Volgshop.ch» geht an den Start
Zu diesem Resultat beigesteuert haben insbesondere Optimierungen in der Beschaffung und in der Logistik. Ferdinand Hirsig informierte über anstehende Projekte für 2017. Trotz gewichtiger Nachteile des Onlinehandels im Lebensmittelsektor ist der digitale Wandel bei Volg ein stark beachtetes Thema. «Aber wir möchten dies auf unsere eigene, auf ‹Volg›-Art, angehen. Ab 2. Mai 2017 werden wir, in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Post AG, definitiv mit dem Onlineshop Volgshop.ch starten.» Die Kunden haben die Möglichkeit, einfach und bequem Lebensmittel aus dem Volg-Sortiment online zu bestellen und diese vom Postboten nach Hause liefern zu lassen. Es wird auch eine Abholmöglichkeit angeboten, die Kunden können die Waren im gewünschten Volg-Laden abholen. Das Liefergebiet umfasst praktisch das Volg-Wirtschaftsgebiet in der ganzen Deutschschweiz.
Unter dem Label «Feins vom Dorf» bietet Volg seit 2005 in seinen Läden landwirtschaftliche Produkte an, die aus der direkten Umgebung des jeweiligen Ladens stammen und arbeitet hierfür mit rund 3000 lokalen Lieferanten zusammen. Um den Bekanntheitsgrad von «Feins vom Dorf» zu steigern und Kunden und Produzenten an einem besonderen Tag im Jahr zusammenzubringen, wird ein «Feins vom Dorf-Tag» erstmals am 16. September 2017 in allen Volg-Läden stattfinden.


Isabelle Schwander







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