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| Weiterbildung: AgroBeratung Thurgau als Dachorganisation |
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Von der Basis für die Basis
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| Die Weiterbildung in den 27 Thurgauer Beratungsvereinen ist ausgesprochen basisnah angelegt. Die Dachorganisation AgroBeratung Thurgau bündelt das Angebot und leitet dieses an die Obmänner der Beratungsvereine weiter. Nebst fachbezogenen Angeboten stehen vermehrt Kurse mit sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen im Zentrum. |
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«Das bieten, was tatsächlich verlangt wird.» Markus Hausammann ist Präsident von AgroBeratung Thurgau. (hil)
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Neben individuellen Kursen, die vom LBBZ Arenenberg und seinen Fachstellen angeboten werden, kommt im Kanton Thurgau der Gruppenberatung eine zentrale Rolle zu, wenn es um die ständige Weiterbildung von Betriebsleiter, Bäuerin oder Hofnachfolger geht. Träger dieser «kollektiven» Form von Weiterbildungs- oder Beratungsanlässen sind die 27 lokalen AgroBeratungsvereine, die unter dem Dach von AgroBeratung Thurgau zusammengefasst sind (siehe Kasten). «Wir wollen eine flächendeckende, selbstständige Weiterbildung anbieten», erklärt Markus Hausammann aus Langrickenbach, der seit sechs Jahren Präsident der Dachorganisation ist, die bis vor gut einem Jahr noch Thurgauer Arbeitsgemeinschaft für landw. Betriebsberatung hiess. AgroBeratung Thurgau selbst bietet in der Regel keine Kurse an. Sie amtet lediglich als Koordinatorin zwischen den Kursanbietern und den Beratungsgruppen. Kursanbieter seien in erster Linie das LBBZ Arenenberg, Agro-Treuhand Thurgau und kantonale Ämter, präzisiert Hausammann. Alljährlich im Herbst wird ein Katalog von möglichen Weiterbildungsangeboten zusammengestellt, der dann an der so genannten Obmännertagung den lokalen Beratungsvereinen präsentiert wird. Heuer findet diese Tagung am kommenden 6. November statt. «Wie intensiv die einzelnen Beratungsvereine das Angebot nutzen, ist dann den Obmännern beziehungsweise den Vorständen überlassen.»
Realistisch statt blauäugig
Ausser der Obmännertagung im Herbst ist auch die so genannte Obmännerversammlung im Februar wichtig für AgroBeratung Thurgau. Dort und an den fünf Obmännertreffs jeweils im September werden Ideen für künftige Beratungsangebote gesammelt. Ziel ist es, möglichst aktuelle und praxisnahe Themen aufzugreifen. Im Strategiepapier von AgroBeratung Thurgau heisst es dazu: «Wir fördern Zukunftsbetriebe, ohne die übrigen zu vergessen». Die Beratung und die Weiterbildung soll nicht blauäugig geschehen; den Realitäten müsse in die Augen geschaut werden. Das heisst, dass auch Aus- und Umsteigebetriebe mit angepassten Weiterbildungsangeboten unterstützten werden sollen. «In den letzten Jahren hat sich eine Akzentverschiebung von fachlichen Themen ergeben hin zu Anlässen, bei denen wirtschaftliche, soziale oder gesellschaftliche Fragen im Zentrum stehen», formuliert dies Markus Hausammann. Der zunehmende, wirtschaftliche Druck auf die Bauernfamilien und die damit verbundenen persönlichen und sozialen Herausforderungen, hätten ein stärkeres Engagement in diesem Bereich notwendig gemacht (siehe auch Kasten). «Da kann es auch darum gehen, Mut zu machen für eine vollständige Umstellung oder schlicht darum, die Angst vor einer Neuorientierung zu nehmen», hält Markus Hausammann fest.
In diesem Winter werde sicher auch die neue Agrarpolitik 2007 ein zentrales Thema sein sowie Fragen rund um die Vernetzungskorridore im Umfeld von Richtplan und Öko-Qualitätsverordnung.
Niederschwelliges Angebot
Nicht immer werden Kurse von AgroBeratungsvereinen einzeln angeboten, grössere Themen werden auch vereinsübergreifend in Regionen aufgegriffen. Wichtig sei es auf jeden Fall, dass nicht irgendwelche Ämter oder Institutionen zu den Anlässen einluden, sondern Berufskollegen. «Dies hält die Hemmschwelle tief und motiviert eher zum Mitmachen», ist Markus Hausammann überzeugt. Auch habe sich bewährt, dass die Kurse nicht mehr starr im Winterhalbjahr angeboten werden, sondern sich nun über das ganze Jahr verteilen. «So können die Betriebe besser miteinbezogen werden und Entwicklungen direkt am Praxisbeispiel aufgezeigt werden.»
«Man muss immer am Ball bleiben», ist für Markus Hausammann klar. Wenn immer möglich, will er das Angebot «seines» AgroBeratungsvereins auch selber nutzen. Als nebenamtlicher Gemeindeammann von Langrickenbach und Kantonsrat mache ihm aber öfters der Faktor «Zeit» einen Strich durch die Rechnung.
(hil)
Die AgroBeratungsvereine und ihre Obmänner
| am Nollen |
René |
Hugelshofer |
Schönholzerswilen |
071 633 36 07 |
| Region Amriswil |
Martin |
Müller |
Engishofen |
071/411 65 74 |
| Birwinken |
Daniel |
Ammann |
Birwinken |
071 648 11 92 |
| Bissegg |
Andreas |
Guhl |
Bussnang |
071 651 15 51 |
| Braunau |
Max |
Windler |
Braunau |
071 911 76 47 |
| Bürglen |
Urs |
Reut |
Mauren |
071 633 10 62 |
| Bussnang |
Hans |
Engeli |
Friltschen |
071 655 18 70 |
| Chrummbachtal |
Ueli |
Keller |
Zihlschlacht |
071 422 36 04 |
| Egnach und Umgebung |
Luzi |
Tanner |
Egnach |
071 477 19 82 |
| Frauenfeld West |
Hans |
Dübendorfer |
Frauenfeld |
052 720 71 48 |
| Güttingen u. Umgebung |
Andy |
Tanner |
Güttingen |
071 695 43 94 |
| Hinterthurgauer Bergbauern |
Jakob |
Hug |
Oberwangen |
071/977 16 58 |
| Kreuzlingen |
Walter |
König-Ess |
Tägerwilen |
071 669 20 37 |
Kultur- und Beratungsverein
Arbon-Roggwil-Horn |
Paul |
Stäheli-
Ackermann |
Frasnacht |
071 446 47 72 |
Landwirtschaftl. Verein
Region Bischofszell |
Niklaus |
Schnetzer |
Hohentannen |
071 422 71 19 |
| Lauchetal |
Karl |
Stadler-
Breitenmoser |
Weingarten-
Kalthäusern |
052 376 22 29 |
| Märstetten |
Thomas |
Boltshauser |
Ottoberg |
071 622 77 91 |
| Rheinklingen |
Heinz |
Brauchli-Stutz |
Diessenhofen |
052 657 35 02 |
| Schlatt |
Walter |
Monhart-Rubli |
Schlatt |
052 657 36 95 |
| Seebachtal |
Ueli |
Hagen |
Hüttwilen |
052 747 11 91 |
| Seerücken |
Daniel |
Strassburger |
Steckborn |
052 761 13 05 |
| Seerücken-West |
Arno |
Meyer-Hofer |
Lanzenneunforn |
052 747 15 59 |
| Thundorf |
Ruedi |
Weber jun. |
Frauenfeld |
052 721 27 28 |
| Thurgau Süd |
Urban |
Schwager |
Balterswil |
079 468 17 22 |
| Thurtal |
Niklaus |
Hungerbühler |
Müllheim |
052 763 13 71 |
| Wäldi-Raperswilen |
Daniel |
Bossart |
Sonterswil |
071 657 26 15 |
| Wängi-Aadorf |
Urs |
Rubi |
Häuslenen |
052 721 23 63 |
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Gemeinsam oder individuell
Das Beratungsprogramm von AgroBeratung Thurgau und LBBZ Arenenberg erscheint jeweils Anfang November. Es wird an der Obmännertagung heute in einer Woche den lokalen Beratungsvereinen vorgestellt, worauf die Beratungsvereine für sich entscheiden, welche Kurse sie anbieten wollen.
Anfang Dezember schliesslich erscheint das Kursprogramm des LBBZ Arenenberg. Dieses wird zusammen mit der LBBZ-Kundenzeitschrift «Kontakt» an alle Thurgauer Bauernhaushaltungen verschickt. Das Kursprogramm kann zudem direkt beim LBBZ Arenenberg, Sekretariat, 8268 Mannenbach-Salenstein, bezogen werden.
Wöchentlich orientiert die Agenda im Thurgauer Bauer über aktuelle Kurse und Weiterbildungsangebote. (hil)
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Beispiele von aktuellen Themen im Winter 2003/04
Die Mitglieder der Beratungsvereine erhalten von ihrem Obmann eine Einladung. Die Anlässe sind auch im wöchentlichen Veranstaltungskalender im Thurgauer Bauer zu finden. Beispiele von aktuellen Themen:
Trends im Ackerbau Brotgetreide oder Futtergetreide?
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«Die Klauen tragen die Milch» |
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Umstellung auf Silowirtschaft.
Was ist zu beachten?
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Schlachtvieh besser verkaufen |
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AP 2007 ist genagelt was sind die
Folgen auf dem Betrieb?
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Investitionen woran ist zu denken? |
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Maschinenkauf oder Arbeitserledigung durch den Lohnunternehmer |
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Zonenplanung in der Gemeinde worauf müssen Bauernfamilien achten? |
Für jedes Thema stellen sich Fachleute zur Verfügung. Die Teilnahme an den Weiterbildungsanlässen ist für Mitglieder der Beratungsvereine in der Regel kostenlos. (mh)
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