Ausgabe Nummer 37 (2010)
Vorsicht vor dreisten Maklern
20 Uhr: Das Telefon klingelt und eine gewinnende Stimme preist eine besonders gute Krankenversicherung zu einem unschlagbaren Preis an. Ein verlockendes Angebot, das gerade auch vielen Bauern und Bäuerinnen immer wieder telefonisch unterbreitet wird.
Leider erliegen immer wieder einzelne Personen solch vermeintlich günstigen Angeboten, vereinbaren einen Termin und schliessen einen Vertrag ab, der sich letztlich als «faules Ei» entpuppt, aus dem man dann aber kaum mehr austeigen kann. Bei unterschriebenen Verträgen für Zusatzversicherungen etwa gilt das siebentägige Rücktrittsrecht nicht, das sonst bei so genannten Haustürgeschäften Gültigkeit hat. Policen können dann erst auf den nächsten ordentlichen Termin gekündigt werden. Wir haben von Situationen erfahren, wo der Vermittelter angab es müsse noch eine Offerte unterschrieben werden. Nachträglich kam heraus, dass damit gleich ein mehrjähriger Versicherungsvertrag mit schlechteren Leistungen und die Kündigung der bisherigen Versicherung unterschrieben wurden. Das Vorgehen solcher Versicherungsmakler ist dreist und in erster Linie provisionsgetrieben. Sie verschleiern nämlich meist ihre wahre Herkunft und geben vor, im Namen einer Krankenkasse zu arbeiten. Die Krankenkasse Agrisano und Verband Thurgauer Landwirtschaft distanziert sich ausdrücklich von dieser Art der Kundenwerbung und versichert, dass es keine Zusammenarbeit mit externen Versicherungsberatern gibt. Wer von einem Anrufer belästigt wird, sollte ihn nach dessen Namen und Adresse fragen. Diese Informationen leitet man dann am besten direkt an die Krankenkasse Agrisano weiter, damit sie dem nachgehen kann. Wer sich in Versicherungsfragen seriös beraten lassen will, fi ndet beim Verband Thurgauer Landwirtschaft eine kompetente und verlässliche Anlaufstelle, wo auch Offerten von anderen Versicherungen überprüft werden.
Adrian von Grünigen, Verband Thurgauer Landwirtschaft
