Ausgabe Nummer 41 (2007)

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Wald und Holz liegen im Trend

Waldwirtschaftsjahr 2007/2008



«Wald und Holz als Augapfel der Nation!» ? so lautete ein Ausspruch vor vielen Jahren, und er erhält immer mehr Wahrheitsgehalt. Wenn es darum geht, dem einheimischen Holz auf dem Markt noch mehr Aufschwung zu verleihen, sind wir alle gefordert. Wir sind überzeugt: Mit den aktuellen Bemühungen hinsichtlich Holzvermarktung sind wir auf dem richtigen Weg. Auch die Klima- und Umweltdiskussionen lassen das Holz aus dem Schweizer Wald in neuen Dimensionen erscheinen ? rücken seine ökologischen Vorteile in den Vordergrund.
Der Thurgauer Wald ist in Bewegung.Unsere Zahlen beweisen es. Einerseits wird seit einigen Jahren so viel Holz genutzt wie noch nie, andrerseits ist der Wald als Erholungs- und Landschaftsraum nach wie vor von allen «geliebt».Verstehen wir diese Beliebtheit von Wald und Holz als «Leistungsauftrag» für einen nachhaltigen Wald!

Holzversorgung in neuen Dimensionen
Auch im Holzabsatz gelten neue Massstäbe. Das zeigt der Ausspruch der Holzindustrie, der grösste Kapazitätsausbau in ihrer Geschichte sei gestartet worden. Damit werden die Waldeigentümer aufgerufen, ihrem traditionellen Ruf als verlässliche Geschäftspartner gerecht zu werden und im Rahmen einer nachhaltigen Nutzung den laufend nachwachsenden einheimischen Rohstoff anzubieten, gerade auch für unsere einheimische Industrie. Eine rege Nachfrage wird erwartet. Gemäss den heute vorliegenden Unterlagen befinden sich noch nicht ausgeschöpfte Nutzungsreserven vor allem in den Privatwäldern des Mittellandes und im schlecht erschlossenen Berggebiet.

Ist Ihr Wald in Form?
Auch in diesem Jahr gilt die alte Weisheit «Holz ernten heisst den Wald pflegen». Mit dem vielsagenden Titel «Ist Ihr Wald in Form?» erhielt jeder Waldeigentümer eine Broschüre mit dem Aufruf zur Holznutzung in seinem Wald. Zur Frage, ob eine rentable Holzernte überhaupt heute noch möglich ist, gibt es nur eine klare Antwort: Die Zusammenarbeit bei der Holznutzung ist die Voraussetzung für eine rationelle Waldpflege und schafft die Voraussetzungen für eine sinnvoll «gebündelte » Holzvermarktung. Nur mit dem professionalisierten und gemeinsamen Holzverkauf erhält der Waldeigentümer einen starken Auftritt auf dem Markt ? und erst noch einen Mehrwert für sein Verkaufsprodukt!
Für alle Fragen, die den Wald betreffen, wenden Sie sich bitte an den zuständigen Revierförster! Melden Sie insbesondere Holzschläge frühzeitig! Auch für Waldführungen und Informationen über den Holzabsatz ist er der kompetente Ansprechpartner.

Forstamt Kanton Thurgau www.forstamt.tg.ch

Vorschriften hinsichtlich Holznutzung im Wald
Alle Holznutzungen sind vor der Ausführung durch den Forstdienst anzuzeichnen.
Für bestimmte Waldungen hat der Waldeigentümer eine formelle Schlagbewilligung einzuholen:
? Für begründete Ausnahmen vom Kahlschlagverbot (Fläche > 1 ha)
? Für Holznutzungen in Wäldern, die nicht vorrangig der Holznutzung zugewiesen sind und in denen die waldbauliche Planung keine Eingriffe vorsieht
? Für Ufergehölze, das heisst Bestockungen entlang von Bachläufen oder stehenden Gewässern ausserhalb des geschlossenen Waldareals, für die gemäss Wasserbaugesetz eine Bewilligung nötig ist
? Rechtsgrundlagen Kantonales Waldgesetz vom 14. September 1994, § 25, Kantonales Wasserbaugesetz vom 25. April 1983, § 23.




Der grösste Kapazitätsausbau in der Geschichte der Holzindustrie wird neue Massstäbe in der Holzvermarktung sezten. (zVg)
Der grösste Kapazitätsausbau in der Geschichte der Holzindustrie wird neue Massstäbe in der Holzvermarktung sezten. (zVg)