Ausgabe Nummer 8 (2010)

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Waldwirtschaft Verband Thurgau (WVTG)

Einheimisches Holz aus Thurgauer Wäldern

 

Der Thurgauer Wald als einheimischer Rohstoffl ieferant deckt die Bedürfnisse der regionalen Holzindustrie, falls diese rechtzeitig bekannt gegeben werden. 

Für viele Waldbesitzer im Kanton Thurgau ist die Schlagperiode des Winters 2009/2010 mittlerweile beinahe abgeschlossen. Die Holzhauereiarbeiten werden jeweils frühzeitig im Sommer, respektive Herbst geplant. Für den Waldbesitzer sind rechtzeitige und klare Preissignale der Holzindustrie entscheidend, ob er sich zur Nutzung entschliesst oder nicht. Der Waldwirtschaft Verband Thurgau (WVTG) vertritt die wirtschaftlichen Interessen der Waldbesitzer und hat zusammen mit den Waldwirtschaftsverbänden der Nordostschweiz und den Holzvermarktungsorganisationen frühzeitig Gespräche bezüglich möglichen Nutzungsmengen und realisierbaren Preisen mit der Holzindustrie geführt.
Im Herbst 2009 fehlten leider interessante und verbindliche Preissignale von der Seite der Holzindustrie, und zusätzlich verunsicherten die allgemeinen Klagen über die schlechte Wirtschaftslage manchen Waldbesitzer über die Absatzmöglichkeiten seines Holzes. Deshalb war bereits damals absehbar, dass die Holznutzung 2009/2010 eher zurückhaltend ausfallen würde. Trotzdem hat der regionale Holzindustrieverband erst über die Weihnachtstage 2009 und damit viel zu spät konkrete Wünsche an unsere Vermarktungsorganisation, die HolzThurgau AG, gerichtet, vorher wurden nie klare Bedürfnisse gemeldet. Bereits in früheren Jahren tat man sich mit konkreten Mengen- und Preiszusagen im September schwer. Der Waldwirtschaft Verband Thurgau (WVTG) und die Förster bemühen sich, die Waldbesitzer zu motivieren, die gewünschten Mengen und Sortimente zu schlagen. Doch diesbezügliche Aufforderungen können nur mit rechtzeitig bekanntgegebenen, verbindlichen Preisen und Mengenangaben der Holzindustrie zum Erfolg führen. Der Waldwirtschaft Verband Thurgau (WVTG) ruft hiermit alle Privatwaldbesitzer auf, ihre Nutzungsmöglichkeiten zusammen mit dem Förster zu überprüfen. Bei gewissen gesuchten Nadelholzsortimenten ist es nun möglich, bei Vermittlung über die HolzThurgau AG, die zu 100 Prozent den Thurgauer Waldbesitzern gehört, etwas höhere Holzpreise zu erzielen als die gedruckten und teilweise nicht mehr aktuellen Preisempfehlungen der Waldwirtschaftsverbände. Der Revierförster ist Ihr Ansprechpartner für eine kompetente Beratung und Vermittlung des Holzes.

 

Waldwirtschaft Verband Thurgau (WVTG),
Urban Brütsch, Präsident