Ausgabe Nummer 26 (2005)
Was entsteht, wenn Bauern das Land pflegen
Flexible Schnittzeit von Ökowiesen
Was entsteht, wenn Bauern das Land pflegen
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Dass zur Landschaftspflege nicht nur die Nahrungsmittelproduktion, sondern auch die Pflege und Erhaltung wertvoller ökologischer Ausgleichsflächen für die Erhaltung der Artenvielfalt gehört, wurde bei diesem Anlass eindrücklich gezeigt und erläutert. (Josef Gemperle) |
Die Veranstaltung der Gemeinsamen Kommission Thurgauer Bauernverband/Pro Natura Thurgau/Thurgauer Vogelschutz, die Mitte Juni im Hinterthurgau durchgeführt wurde, stiess auf grosse Medienresonanz und hat bei den zahlreichen Teilnehmern einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Begeistert zeigte sich auch der Gemeinderat von Fischingen: Die Veranstaltung habe sehr gut gezeigt, was entsteht, wenn Bauern das Land pflegen.
Dass zur Landschaftspflege nicht nur die Nahrungsmittelproduktion, sondern auch die Pflege und Erhaltung wertvoller ökologischer Ausgleichsflächen für die Erhaltung der Artenvielfalt gehört, wurde bei diesem Anlass eindrücklich gezeigt und erläutert.
Jakob Hug, bäuerlicher Vertreter der Gemeinsamen Kommission TBV/PNT/TVS, betont: «Ich finde es wichtig, dass die Bauern diese ökologischen Leistungen als das sehen, was sie sind nicht als unliebsame Anhängsel oder Pflichtübungen.» Sogleich ergänzt er seine Aussage mit dem Hinweis, dass diese Leistungen auch bezahlt werden müssen.
Ein bisher ungelöster Knackpunkt ist der sehr unterschiedliche Arbeitsaufwand für die Pflege dieser «Naturinseln». Kann eine ökologische Ausgleichsfläche maschinell bearbeitet werden, stehen Höhe der Entschädigung und der Arbeitsaufwand in einem gesunden Verhältnis. Aber bei erhöhtem Arbeitsaufwand, zum Beispiel in steilen Hanglagen, wo von Hand gemäht werden muss, stimmt das Verhältnis der Entschädigung zum Arbeitsaufwand für die Bauernfamilien nicht mehr; die Pflege solcher Flächen ist für sie in keiner Art und Weise kostendeckend. kb

