Ausgabe Nummer 28 (2004)
Wasser für den Säugling und den Senior
| Spezifischer Wasserbedarf für jedes Lebensalter: | |||
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Wasser für den Säugling und den Senior
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| Täglich genügend Wasser trinken, um seinen Bedarf zu decken, ist wichtig und das besonders in den späteren Jahren des Lebens. | |||
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| Auf den Ausgleich kommt es an Das Wasser, welches unser Körper täglich ausscheidet, muss in gleichen Mengen wieder ersetzt werden, damit unsere Wasserbilanz immer ausgewogen bleibt. Sogar bei jeglichem Fehlen von körperlicher Aktivität verliert der Körper täglich Wasser durch die Lunge, die Haut und über den Urin. Werden diese Verluste nicht kompensiert, kann eine Dehydrierung eintreten. Ein Erwachsener, der sitzend tätig ist und in einem gemässigten Klima lebt, scheidet täglich ungefähr 2,6 l Wasser aus: 1,5 l über den Urin, 500 ml durch die Haut, 450 ml über die Lunge und 150 ml mit dem Stuhl. Um diese Verluste zu kompensieren, muss er jeden Tag mindestens 1,5 l Wasser trinken. Die restliche Menge kann über die Nahrung aufgenommen werden (durchschnittlich 800 ml pro Tag). Ausserdem produziert der Organismus durch die Verwertung der Nährstoffe ungefähr 300 ml endogenes Wasser. Die individuellen Flüssigkeitsbedürfnisse hängen vor allem vom Alter, der Umgebungstemperatur, der körperlichen Betätigung und dem Gesundheitszustand ab. Ausserdem ist auch während der Stillzeit der Wasserbedarf erhöht. Säuglinge und Kinder Gestillte Säuglinge oder jene, die entsprechende Milchnahrung erhalten, benötigen in den ersten Lebensmonaten keine zusätzliche Flüssigkeitszufuhr. Es ist jedoch auf jeden Fall wichtig, bei Säuglingen besonders auf einen Ausgleich ihres Flüssigkeitshaushaltes zu achten, da sie aus verschiedenen Gründen einen speziellen Flüssigkeitsbedarf haben. Ihr Körper enthält mehr Wasser als der Körper eines Erwachsenen. Ausserdem scheiden Säuglinge auf Grund ihrer noch nicht vollständig entwickelten Nierenfunktion einen verdünnteren Harn aus und verlieren damit mehr Wasser als Erwachsene. Bereits ab einem Alter von zehn Monaten, wenn die Kleinkinder bereits eine diversifiziertere Ernährung erhalten, ist es sehr wichtig, sie an einen regelmässigen Wasserkonsum zu gewöhnen. Kinder sollten lernen, zu jeder Mahlzeit sowie auch mehrmals während des Tages Wasser zu trinken jedoch ohne Zwang. Beispiel der täglichen Wasserbilanz eines gesunden Erwachsenen in einem gemässigten Klima ![]() Sportler Wer Sport treibt, schwitzt und verliert je nach Intensität, Dauer und klimatischen Bedingungen unterschiedlich viel Flüssigkeit. Bei mittlerer Sportintensität rechnet man mit etwa 0,5 bis 1 Liter pro Stunde. Dabei gilt: Untrainierte schwitzen weniger als Trainierte, ihr Schweiss enthält aber einen höheren Elektrolytgehalt. Neben Kalium, Calcium und Magnesium enthält der Schweiss vor allem Natrium und Chlor. Sportler sollten 2 Stunden sowie 30 Minuten vor dem Sport 0,25 bis 0,5 Liter Flüssigkeit aufnehmen. Während des Sportes empfiehlt es sich, in Abständen von etwa 20 Minuten 0,1 bis 0,2 Liter zu trinken. Um die negativen Effekte einer Dehydrierung auf Leistung und Gesundheit zu vermeiden, ist es essenziell, vor, während und nach körperlicher Betätigung Wasser zu trinken. Vor der Anstrengung, um gut mit Flüssigkeit versorgt in die Aktivität zu starten, während der Anstrengung, um die Körpertemperatur zu regulieren und die Flüssigkeitsverluste zu kompensieren, und nach der Anstrengung, um das Gleichgewicht im Flüssigkeitshaushalt wieder herzustellen. Die speziell für den Hochleistungssport konzipierten Sportlergetränke enthalten neben der ausgewogenen Elektrolytzusammensetzung Kohlenhydrate in Form von Glucose als schnell verwertbare Energiequelle. Für de Breitensportler bieten diese Getränke kaum Nutzen, denn Mineralwasser reicht vollständig aus, um ihre Flüssigkeitsverluste zu kompensieren. Senioren Ältere Menschen sind mit Wasser oft unterversorgt. Die Gründe sind vielschichtig. So lässt mit steigendem Alter das Durstempfinden nach, und oft trinken Senioren bewusst zu wenig, da sie Angst vor Inkontinenz oder dem Toilettengang haben. Dazu kommen erhöhte Verluste, da zum Beispiel die Niere den Harn nicht mehr optimal konzentrieren kann und Medikamente oder Erkrankungen Flüssigkeitsverluste bewirken. Dieses Flüssigkeitsdefizit stellt einen Risikofaktor für weitere Erkrankungen dar und geht teilweise sogar mit einer erhöhten Mortalität einher. Eine langsame Rehydrierung (das heisst Auffüllung der Flüssigkeitsspeicher) ist in diesen Fällen wichtig, da sonst die Gefahr von Zellschwellungen und Hirnödem besteht. Um dem vorzubeugen, sollten in Senioreneinrichtungen Trinkprotokolle geführt und für mobile Senioren Trinkinseln eingerichtet werden. Auch die Bereitstellung wasserreicher Lebensmittel in Form von Vorspeisen und Suppen kann sich positiv auswirken. Zu Hause ist eine gute Prophylaxe, sich morgens bereits die Trinkmenge des Tages sichtbar hinzustellen. Quelle: Nutritio, Nestlé Schweiz |
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