Ausgabe Nummer 2 (2009)

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Weniger und grössere Bauernbetriebe im Thurgau

Im Thurgau gibt es immer weniger landwirtschaftliche Betriebe. Vor allem die Zahl der mittelgrossen Betriebe nimmt ab. Vom Rückgang nicht betroffen sind dagegen die grossen Betriebe.

Zugenommen hat der Nutztierbestand. Im Jahr 2008 verzeichnete der Kanton rund 2500 direktzahlungsberechtigte Betriebe, das sind 1,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Seit 1999 beträgt der Rückgang 14 Prozent, wie die Nachrichtenagentur SDA die kantonale Dienststelle für Statistik zitiert. Die mittelgrossen Betriebe mit einer Nutzfläche zwischen 10 und 25 Hektaren sind mit einem Rückgang von drei Prozent besonders stark betroffen. Seit 1999 reduzierte sich ihre Anzahl um ein Viertel. Dafür nimmt die durchschnittliche Nutzfläche pro Betrieb immer mehr zu. Insgesamt nimmt die landwirtschaftlich genutzte Fläche im Thurgau allerdings ab.
Markant ist der Rückgang 2008 bei den Apfelanlagen. Seit 1999 hat die Anbaufläche um 11 Prozent abgenommen, im Jahr 2008 waren es 2,8 Prozent. Zugenommen haben dagegen die Spezialkulturen wie Reben, Steinobst, Beeren oder Spargel. Auch der Tierbestand hat sich bei allen Nutztieren, ausser bei den Schweinen, erhöht. Die Thurgauer Landwirte halten vor allem mehr Ziegen und mehr Geflügel, aber auch der Rindviehbestand ist gestiegen.
Insgesamt hat die Landwirtschaft 104 Millionen Franken Direktzahlungen sowie Ackerbau- und Öko-Qualitätsbeiträge erhalten. Das sind 1,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Gestiegen sind die Beiträge nach der Ökoqualitätsverordnung sowie ökologische Direktzahlungen, vor allem für extensiv genutzte Wiesen sowie besonders tierfreundliche Haltung. Wegen der erstmaligen Beiträge für den Zuckerrübenanbau haben sich die Ackerbaubeiträge auf knapp 4,3 Millionen Franken fast verdoppelt.

(mgt/lid)


Die mittelgrossen Betriebe mit einer Nutzfläche zwischen 10 und 25 ha sind vom Rückgang am stärksten betroffen (Bild: Archiv TBV)
Die mittelgrossen Betriebe mit einer Nutzfläche zwischen 10 und 25 ha sind vom Rückgang am stärksten betroffen (Bild: Archiv TBV)