Ausgabe Nummer 14 (2012)
Wertschöpfung in der Region erhalten
Nach Ablauf der Anmeldefrist für Marktmitglieder, Anfang April 2012, entscheidet die Interessengemeinschaft Ermatinger Bauernmarkt (IGEB), ob ein «Buuremarkt» zustande kommt.
Um interessierte Produzenten und Direktvermarkter für die Beteiligung am projektierten «Buuremarkt» zu gewinnen, lud René Gremlich, Präsident der Interessengemeinschaft Ermatinger Bauernmarkt (IGEB), Ende März zur Infoveranstaltung ein. An dieser nahmen 30 Personen teil, was den Präsidenten zuversichtlich stimmte. Ziel der IGEB ist die Durchführung eines attraktiven Marktes mit frischen, regionalen Produkten, und dies mit zwölf Marktständen. Am 2. März 2012 wurde die IGEB gegründet. Nebst René Gremlich gehören ihr folgende Personen an: Hans Seger, Marktchef, Ruth Blattner, Aktuarin, und Christine Holzach, Kassierin. Ob der Markt definitiv zustande kommt hängt davon ab, wieviele Produzenten und Direktvermarkter sich als Marktmitglieder bis spätestens 5. April 2012 anmelden. Uli Mack, Vertreter des Gewerbevereins Ermatingen, betonte in seinem Kurzreferat, dass der Gewerbeverein das «Projekt Buuremarkt» unterstützt und bereit ist, eine Anschubfinanzierung zu leisten. Er ermutigte die Teilnehmer des Infoanlasses zur Anmeldung als aktive Marktmitglieder und meinte: «Sie können dies auch so erfolgreich wie die Konstanzer.» Bernhard Müller, Leiter Entwicklung am BBZ Arenenberg, informierte, dass das BBZ das Projekt Bauernmarkt in Ermatingen begrüssenswert findet und bereit ist, die nötige Unterstützung zu leisten. Am Arenenberg ist man überzeugt, dass dieser Markt ein gutes Element in einer Reihe von Massnahmen wäre, welche zur Förderung der regionalen Wertschöpfung beiträgt.
Festwirtschaft zur Marktbelebung
Vorgesehen ist, dass der «Ermatinger Buuremarkt» ab Mai bis Oktober 2012, jeweils am letzten Samstag im Monat, von 8.30 bis 12.30 Uhr, vis-à-vis des Bahnhofs durchgeführt wird. René Gremlich betonte, dass es keine Produkte-Exklusivität gibt. Wenn ein Marktteilnehmer Brot anbietet, darf dies ein anderer ebenfalls. Es gelten klare Marktregeln und Richtpreise, welche nicht tiefer als 20 Prozent der Richtpreise der Produzentenorganisationen sein dürfen. Es sei vorgesehen, pro Markttag einen zusätzlichen «Gast- Stand» für Produzenten, die nicht aus der Region stammen, anzubieten. Und es soll einen «Info-Stand» für soziale Institutionen und Vereine geben. An den Markttagen wird eine kleine Festwirtschaft als zusätzliche Publikumsattraktivität angeboten. Hierfür konnte schon eine Person gefunden werden, welche die Festwirtschaft, unabhängig von der IG, auf eigene Rechnung führt. Christine Holzach informierte über die Teilnahmekosten, welche für das erste Jahr (inklusive Aufnahmegebühr) 230 Franken und im Folgejahr 180 Franken betragen. Für den «Info-Stand», an dem nicht verkauft werden darf, ist die Teilnahme kostenlos. Am Marktstand werden Stromanschluss und Wasser von der IG gestellt. Wer ein Kühlaggegrat benötigt, müsse dies selbst mitbringen. Ruth Blattner präsentierte die Kommunikationsstrategie, welche dazu beitragen soll, dass der Markt von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen und frequentiert wird. Nähere Auskünfte und Anmeldungen: Interessengemeinschaft Ermatinger Bauernmarkt, Präsident: René Gremlich, Oberdorf 7, 8269 Fruthwilen, Telefon 071 664 21 85. www.lebendiges-ermatingen.ch
Isabelle Schwander
