Ausgabe Nummer 18 (2009)

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Wertvolles Instrument für die Landwirtschaft

Die Thurgauer Genossenschaft für landwirtschaftliche Investitionskredite und Beihilfen (Glib) gewährte im Jahre 2008 Investitions-Betriebshilfedarlehen von insgesamt 20,7 Millionen Franken. Wie weit sich die Finanzkrise auf die Landwirtschaft auswirke, sei zurzeit nicht erkennbar. Sicher sei aber, dass mit dem Ausstieg aus der staatlichen Milchkontingentierung und den Verhandlungen um ein Agrarfreihandelsabkommen mit der EU gewaltige Herausforderungen auf die Bauernfamilien warten, erklärte Verwaltungsratspräsident Markus Gubler an der Generalversammlung der Thurgauer Genossenschaft für landwirtschaftliche Investitionskredite und Beihilfen (Glib) in Eschlikon. Ein Vorgeschmack auf die Öffnung der Grenzen gebe der Käsemarkt. Während der Export stagniere, werde viel mehr Käse importiert. Dies seien wohl einige der Gründe, weshalb Bauern im laufenden Jahr vorsichtiger Investitionen planen.

1,5 Millionen Franken an neuen Mitteln
Im 2008 wurden Investitions- und Betriebshilfedarlehen von insgesamt 20,7 Millionen Franken (Vorjahr: 12,989 Millio nen Franken) gewährt. Im Rahmen des Budgets stellte der Bund den Kantonen 51 Millionen Franken neue Mittel an Investitionskredite bereit. Auf Grund der neuen Gesuche des Kantons Thurgau konnte 1,5 Millionen Franken an neuen Mitteln generiert werden. So gab es in den letzten Jahren keine Wartezeiten mehr bei den Kreditauszahlungen, stellte Gubler fest.

Zwei Gesuche abgelehnt
Laut Glib-Geschäftsführer Werner Aus der Au, hat die Geschäftsstelle von den 171 vorhandenen und eingegangenen Gesuchen deren 122 (Vorjahr 84) dem Verwaltungsrat in Form eines Antrages vorgelegt. In besonders kritischen Fällen wurde der Verwaltungsratspräsident zusätzlich zu einem Augenschein auf den Betrieb gebeten. Zwei Gesuche mussten abgelehnt werden. Im Berichtsjahr wurden neun juristische Personen mit einem Darlehen unterstützt, welche grösstenteils zum Ankauf von Schleppschlauchgeräten verwendet wurden. Bei 31 Projekten handelte es sich um Fotovoltaikanlagen. 27 Projekte betrafen Investitionen in Milchviehställe. Der Darlehensbestand der Glib betrage zurzeit rund 100 Millionen Franken. Aus der Au freute sich über die gute Zahlungsmoral der Kreditnehmer. Landwirtschaftsdirektor Kaspar Schläpfer lobte die Glib als wertvolles Instrument für die Landwirtschaft. Gerade in dieser wirtschaftlich schlechten Zeit seien diese Investitionshilfen auch ein wertvoller Beitrag zur Wirtschaftsförderung.

Mario Tosato



Werner Aus der Au, Markus Gubler und Regierungsrat Kaspar Schläpfer (von links). (tos)
Werner Aus der Au, Markus Gubler und Regierungsrat Kaspar Schläpfer (von links). (tos)