Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
13. Juli 2018


Ziel der Suisag: Miteinander vorwärts gehen

Ausgabe Nummer 39 (2016)

Suisseporcs Sektion Ostschweiz

Am September-Höck der Suisseporcs Sektion Ostschweiz wurde über Einstreumittel informiert, und der neue Geschäftsführer der Suisag stellte sich vor.

Christian Gerber, Sektionspräsident der Suisseporcs Ostschweiz, begrüsste am vergangenen Freitagabend zahlreiche Mitglieder im «Toggenburgerhof» in Kirchberg SG zum traditionellen Herbst-Höck. Dieser wurde mit einem informativen Referat von Lukas Schulthess, Mitarbeiter im Fachbereich Höhere Berufsbildung am Strickhof, zum Thema Einstreumittel eröffnet. Er präsentierte die Resultate zu Versuchen mit unterschiedlichen Einstreumitteln, gestützt auf die Arbeit von Benedikt Habermacher, Absolvent der Ausbildung Agrotechniker HF. Lukas Schulthess stellte einige Einstreumittel vor und betonte, dass diese die Hygienemassnahmen (waschen, desinfizieren usw.) nicht ersetzen. Auch gelte es stets zu beachten, dass nur gelöschter Kalk verwendet wird.
Aus einer Umfrage bei Betriebsleitern ging hervor, dass die Tierhalter bei Einstreumitteln auf deren pHWert, gute Wasserbindung und nicht zuletzt auch auf den Preis (hier gibt es grosse Unterschiede) achten. Teilweise haben die Produkte auch Auswirkungen in der Güllengrube, respektive der Raumluft (Ammoniakbindung, Fliesseigenschaft der Gülle). Er zog das Fazit, dass sich jeder Betriebsleiter vor dem Gebrauch von Einstreumitteln bezüglich Ziel und Verwendungszweck Klarheit verschaffen soll. Wenn Kalkprodukte vor dem Abferkeln eingesetzt werden, müsse die nötige Vorsicht bezüglich der Calciumversorgung der Ferkel beachtet werden. Einige Mittel sind für Ferkel zu stark.

Suisag will nach vorne blicken
Matteo Aepli, Agrarökonom, ist seit 1. Juli 2016 neuer Geschäftsführer der Suisag AG für Dienstleistungen in der Schweineproduktion. Er schilderte, dass er in den vergangenen Jahren als Verkaufsleiter der Sirpig SA, Brusio GR, tätig war. Die Sirpig SA ist eine Familienunternehmung, die am äussersten Zipfel des Puschlavs Rohschinken im Premium-Segment herstellt. Hierfür kauft sie pro Jahr durchschnittlich 10 000 Stotzen ein. Jede Charge erfordert 13 Monate Arbeitsaufwand. Matteo Aepli tätigte für die Sirpig SA die Vermarktung. Die Erfahrung habe ihm gezeigt, dass ein solches Produkt Potenzial für eine hohe Wertschöpfung hat. Der Rohschinken aus handwerklicher Tradition gefertigt, sei dazu prädestiniert, über die Besonderheiten der Region und die damit verbundenen Emotionen verkauft zu werden.
Damit leitete Matteo Aepli zur Schweinebranche über, die sich verändere und sagte: «Die Suisag muss sich mit verändern, denn sie ist ein Unternehmen, das im Dienste der gesamten Branche steht. Das Ziel ist: Miteinander vorwärts gehen.» Er betonte, dass die Suisag eine kritische Grösse erreichen muss, um im internationalen Umfeld, umgeben von grossen und international tätigen Marktplayern, zu bestehen. In seinem Ausblick sagte er, dass die schwierige Absatzsituation, insbesondere der Bestand an Mohren, von der Suisag verlange, sich neu zu positionieren. Intern bedeute dies, dass die Suisag mit ihren zahlreichen Geschäftsfeldern und rund 100 Angestellten, verteilt über mehrere Standorte, auch künftig ein hetereogenes Unternehmen sein wird. Entscheidend sei jedoch, dass sich alle Angestellten als ein Team sehen, welches sich den gleichen Herausforderungen wie die Produzenten stellen muss.


Isabelle Schwander




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