Zuckerproduktion stiess auf grosses Interesse
Ausgabe Nummer 44 (2003)
Zuckerproduktion stiess auf grosses Interesse
| Zuckerfabrik Frauenfeld öffnete die Türen | |||
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| Am letzten Freitag folgten 1100 Zuckerrübenpflanzer der Einladung der Zuckerfabrik Frauenfeld, und am Samstag und Sonntag schliesslich besichtigten gesamthaft 10 000 Personen die Fabrik. | |||
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| Unter dem Motto «Zucker sehen Zucker verstehen» öffnete die Zuckerfabrik Frauenfeld in ihrer 40-jährigen Geschichte erstmals ihre Türen für die Bevölkerung von Frauenfeld und Umgebung. Am Behördeempfang erinnerte Josef Arnold, Direktor der Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld (ZAF) AG, an den Herbst 1963, als in Frauenfeld erstmals Zucker aus Rüben gewonnen wurde. In den folgenden 40 Jahren entwickelte sich die Zuckerfabrik dank konsequenter Modernisierung und Rationalisierung weiter, sodass sie heute keinen Vergleich mit den modernsten und am rationellsten arbeitenden Zuckerfabriken zu scheuen braucht. Nach Angaben von Arnold betrug die Produktionsleistung 1963 gerade einmal 15 Tonnen Zucker. In der 40. Kampagne im Jahr 2002 wurden 100 000 Tonnen Zucker erzeugt. In der gleichen Zeitspanne reduzierte sich die Zahl der Mitarbeiter von über 200 auf 130 Personen. Umweltbewusste Produktion Mit einer täglichen Verarbeitung von 8000 Tonnen Rüben und einer Zuckerproduktion von 1200 Tonnen pro Tag ist die Zuckerfabrik Frauenfeld im europäischen Vergleich eine mittelgrosse Fabrik, während sie bezüglich Energiehaushalt und umweltbewusster Produktion ganz vorne steht. Seit drei Jahren wird laut Arnold in Frauenfeld auch Biozucker hergestellt. Im Jahr 1997 erfolgte der Zusammenschluss der beiden schweizerischen Zuckerfabriken zur Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld AG. Hauptaktionäre sind die Kantone, Gemeinden und die Zuckerrübenpflanzer. Das Unternehmen erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 280 Millionen Franken. Gute Perspektiven Laut Joachim Pfauntsch, Werkleiter der Zuckerfabrik Frauenfeld, hat der Bund im Zuge der Agrarpolitik 2002 der Zuckerwirtschaft einen Leistungsauftrag erteilt und sich aus der Detailregelung der Zuckerproduktion zurückgezogen. Die ZAF und die Zuckerrübenpflanzer legen die Übernahmebedingungen für die Rüben seither selber fest. Anfang Oktober 2003 wurde im Rahmen der Agrarpolitik 2007 der Bundesbeitrag an die ZAF zur Abgeltung des Leistungsauftrages deutlich gekürzt. Der Liberalisierungsdruck der Märkte schafft auch für die ZAF ein schwieriges agrarpolitisches Umfeld. Eine erfolgreiche Zuckerproduktion in der Schweiz erfordert auch in Zukunft einen gewissen Grenzschutz. Nach Ansicht von Pfauntsch bestehen allerdings auch Chancen, die es konsequent zu nutzen gilt: Anders als bei unseren europäischen Nachbarn deckt die Inlandproduktion nur rund 80 Prozent des Eigenbedarfs und lässt damit eine weitere Erhöhung der Zuckererzeugung zu. Deshalb kann die schweizerische Zuckerwirtschaft hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Umfassender Einblick Im anschliessenden Rundgang stellte Joachim Pfauntsch die moderne Produktionsanlage vor. Die Gäste hatten Gelegenheit, die Saftreinigung, das Rübenlager, die Abwasserreinigungsanlage zu besichtigen. In alle Produktionsstufen wurde den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern ein umfassender Einblick gewährt. Ständerat Philipp Stähelin, Präsident des ZAF-Verwaltungsrates, und Nationalrat Hansjörg Walter, Präsident Schweizer Bauernverband, freuten sich über das grosse Interesse, das die Bevölkerung mit ihrem Besuch der Zuckerfabrik Frauenfeld entgegenbrachte. Die grossen Investitionen, die in den vergangenen Jahren getätigt wurden, seien ein weiterer Beweis, dass sich die ZAF zum Standort Frauenfeld bekenne, betonen beide Politiker übereinstimmend. Zum Schluss wurde allen Besuchern ein kleiner Imbiss serviert. Zudem wurde noch ein süsses Erinnerungsgeschenk abgegeben. Mario Tosato |
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