Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Oktober 2018


Zukunft Landwirtschaft - von der Idee zum Erfolg

Ausgabe Nummer 45 (2017)

Beim 3. Thurgauer Junglandwirteforum stand der Betrieb der Familie Räss «Räss Wildbeeren » in Benken ZH im Zentrum. Martin Huber, Direktor BBZ Arenenberg, informierte über den Arenenberg und Agroscope Tänikon.

Schwerpunkte des 3. Thurgauer Junglandwirteforums bildeten der Betrieb «Räss Wildbeeren» in Benken ZH und die Informationen vom BBZ Arenenberg TG. Tobias Daepp, Präsident Thurgauer Junglandwirte, gab seiner Freude Ausdruck, dass auch dieses JULAForum wiederum sehr gut besucht wurde. Simon Räss stellte seinen Betrieb vor, den er zusammen mit seinem Bruder Christoph, seinem Vater und ihren Partnerinnen führt. In früheren Jahren wurden auf dem Betrieb Kartoffel- und Getreideproduktion sowie Schweinehaltung betrieben. Heute stehen die Bio-Beerenproduktion mit Heidelbeeren, Aronia, Goji, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Schisandra, Maibeeren und anderen Beeren sowie deren Direktvermarktung im Vordergrund.

Erfolgreiche Produktionsumstellung auf Bio
Vor der Produktionsumstellung auf Bio besuchten sie zahlreiche Betriebe im In- und Ausland, um sich zu informieren. Der Maschinenpark musste auf die neuen Bedürfnisse rigoros angepasst werden. Simon Räss betonte, dass die Umstellung nicht immer einfach war, weil ihnen die Erfahrung mit Bio-Beeren fehlte. Er sprach auch von den hohen Investitionskosten, da der Betrieb eigentlich neu ausgerichtet wurde. So meinte er unter anderem: «Unser Ziel ist es, die besten Beeren in Bio-Suisse-Qualität zu produzieren und unser Versprechen bezüglich frischen, natürlichen und geschmacksintensiven Beeren unseren Kunden gegenüber einzulösen. Das Herzstück des Familienbetriebs bildet die Liebe zur Natur und die Leidenschaft für Beeren und Früchte. Unsere Produkte widerspiegeln die Besonderheiten unserer Region und Landschaft und werden zusammen mit ausgewählten, lokal verankerten Partnern verarbeitet ».

Zukunft hat Herkunft
Mit den Worten «die Zukunft hat Herkunft und ist unternehmerisch erforderlich», begrüsste BBZ-Direktor Martin Huber die Junglandwirtinnen und Junglandwirte. Um Erfolg zu haben sei es wichtig, eigene Ideen richtig umzusetzen. Auch der Arenenberg habe Ideen und setze diese um. Der Arenenberg bewirtschafte Agroscope Tänikon als Versuchsbetrieb. Den Kern dabei bilde die Forschung, Entwicklung und Beratung für die Landwirtschaft in der Ostschweiz und darüber hinaus. Dabei kooperiere der Arenenberg mit GVS Agrar und AGCO. AGCO ist ein weltweit tätiger Hersteller von Landmaschinen mit Sitz in den USA. Ziel sei ein digitales Farmmanagement für den Praktiker live und greifbar in der Swiss Future Farm (SFF). Martin Huber nannte als Ziele das Erkennen praxistauglicher und einfacher Lösungen für die Landwirtschaft. Kompatible Systeme sollen ausgebaut werden. So soll ein effizientes Datenmanagement mit möglichst automatisierter Dokumentation geschaffen werden. Die Daten sollen mit daraus erstellten Modellen der Entwicklungen und Erkenntnissen in Schulen und Beratung genutzt werden.
Nationalrat Markus Hausammann, Präsident Verband Thurgauer Landwirtschaft, lobte das Junglandwirteforum, von welchen die ganze Landwirtschaft profitieren könne.


Mario Tosato







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