Ausgabe Nummer 6 (2008)
Zulassung Streptomycin
Mit Erleichterung haben die Organisationen des Ostschweizer Obstbaus den Zulassungsentscheid
für Streptomycin zur Kenntnis genommen. Es ist ein Entscheid für eine
produzierende Landwirtschaft mit einem starken Obstbau.
Das katastrophale Feuerbrandjahr 2007 hat den Ostschweizer Obstbau vor eine ungewisse Zukunft gestellt. Viele Obstbauern, welche ihre Bäume roden mussten, haben auch den Glauben an eine Zukunft in diesem Sektor verloren. Dieser Entscheid gibt eine zusätzliche Perspektive in der Bekämpfung des Feuerbrandes und macht damit den Obstbauern wieder Hoffnung. Mit Streptomycin hoffen wir, solche Epidemien, wie sie 2007 aufgetreten sind, einzudämmen. Uns ist klar, dass dies nur eine Notlösung ist. Konsequent muss weiter an der Eindämmung des Bakteriums gearbeitet werden. Das heisst ein konsequenter Rückriss oder die Rodung von befallenen Pflanzen müssen weitergeführt werden. Längerfristig braucht es auch Entflechtungsmassnahmen, welche unseren Obstbau schützen. Ebenso intensiv muss die Suche nach alternativen Bekämpfungsmitteln und toleranteren Sorten weitergeführt werden. Wir sind bereit, hier intensiv mit der Forschung zusammenzuarbeiten und Versuche in dieser Hinsicht zu unterstützen und auf unseren Betrieben umzusetzen.
Unterstützung auf breiter Ebene
Wir möchten an dieser Stelle allen danken, welche unsere Forderungen unterstützt haben und mit ihrer Mitarbeit, sei es auf politischer oder sonstiger Ebene, mitgeholfen haben, dem Entscheid zum Durchbruch zu verhelfen. All jenen, welche einer Anwendung von Streptomycin kritisch gegenüberstehen, versichern wir, dass wir diese Produkte nur im Notfall und so vorsichtig wie möglich unter den vorgegebenen Auflagen einsetzen werden.
Edwin Huber, Thurgauer Obstverband
Beat Lehner, Thuro
Rico Lehmann, St. Galler Obstproduzentenvereinigung
Gute Zukunftsaussichten
Die Bewilligung für den Einsatz von Streptomycin stimmt den Thurgauer Bauernverband (TBV) zuversichtlich. Die Obstwirtschaft ist von enormer Bedeutung für unsern Kanton. Die Bewilligung bringt nun einerseits mehr Sicherheit für die Produzenten und andererseits wichtige Zeit für die Entwicklung geeigneter, langfristiger Massnahmen, die nach und nach dazu führen sollen, den Einsatz von Streptomycin wieder abzulösen.
Der TBV möchte an dieser Stelle allen beteiligten Kräften seinen Dank aussprechen, insbesondere dem Thurgauer Regierungsrat und dem Thurgauer Landwirtschaftsamt für ihren Einsatz auf politischer Ebene, dem BBZ Arenenberg für die fachliche Unterstützung sowie dem TOV und der THURO für die gute Zusammenarbeit.
Andreas Binswanger, TBV
Einsatz mit strengen Auflagen
Das katastrophale Feuerbrandjahr 2007 hat den Ostschweizer Obstbau vor eine ungewisse Zukunft gestellt. Viele Obstbauern, welche ihre Bäume roden mussten, haben auch den Glauben an eine Zukunft in diesem Sektor verloren. Dieser Entscheid gibt eine zusätzliche Perspektive in der Bekämpfung des Feuerbrandes und macht damit den Obstbauern wieder Hoffnung. Mit Streptomycin hoffen wir, solche Epidemien, wie sie 2007 aufgetreten sind, einzudämmen. Uns ist klar, dass dies nur eine Notlösung ist. Konsequent muss weiter an der Eindämmung des Bakteriums gearbeitet werden. Das heisst ein konsequenter Rückriss oder die Rodung von befallenen Pflanzen müssen weitergeführt werden. Längerfristig braucht es auch Entflechtungsmassnahmen, welche unseren Obstbau schützen. Ebenso intensiv muss die Suche nach alternativen Bekämpfungsmitteln und toleranteren Sorten weitergeführt werden. Wir sind bereit, hier intensiv mit der Forschung zusammenzuarbeiten und Versuche in dieser Hinsicht zu unterstützen und auf unseren Betrieben umzusetzen.
Unterstützung auf breiter Ebene
Wir möchten an dieser Stelle allen danken, welche unsere Forderungen unterstützt haben und mit ihrer Mitarbeit, sei es auf politischer oder sonstiger Ebene, mitgeholfen haben, dem Entscheid zum Durchbruch zu verhelfen. All jenen, welche einer Anwendung von Streptomycin kritisch gegenüberstehen, versichern wir, dass wir diese Produkte nur im Notfall und so vorsichtig wie möglich unter den vorgegebenen Auflagen einsetzen werden.
Edwin Huber, Thurgauer Obstverband
Beat Lehner, Thuro
Rico Lehmann, St. Galler Obstproduzentenvereinigung
Gute Zukunftsaussichten
Die Bewilligung für den Einsatz von Streptomycin stimmt den Thurgauer Bauernverband (TBV) zuversichtlich. Die Obstwirtschaft ist von enormer Bedeutung für unsern Kanton. Die Bewilligung bringt nun einerseits mehr Sicherheit für die Produzenten und andererseits wichtige Zeit für die Entwicklung geeigneter, langfristiger Massnahmen, die nach und nach dazu führen sollen, den Einsatz von Streptomycin wieder abzulösen.
Der TBV möchte an dieser Stelle allen beteiligten Kräften seinen Dank aussprechen, insbesondere dem Thurgauer Regierungsrat und dem Thurgauer Landwirtschaftsamt für ihren Einsatz auf politischer Ebene, dem BBZ Arenenberg für die fachliche Unterstützung sowie dem TOV und der THURO für die gute Zusammenarbeit.
Andreas Binswanger, TBV
Einsatz mit strengen Auflagen
- Einsatz in vom Bundesamt für Landwirtschaft BLW definierten Befallszonen
- Anwendung nur mit kantonalem Berechtigungsschein (legt maximale, beziehbare Produktmenge fest
- Abgabe nur an Personen mit Berechtigungsschein
- Nur Anwendung möglich, wenn Freigabe durch Pflanzenschutzwarndienst der zuständigen kantonalen Stelle gegeben ist (und nur während der Blüte)
- Maximal drei Behandlungen pro Parzelle
- Anwendung verboten in Parzellen, deren Unterkulturen verfüttert werden
- Mindestanstand von 50 m zu bewohnten Gebäuden (20 m bei Verwendung von ID-Düsen)
- Mindestabstand von 20 m zu Oberflächengewässern
- Direktes und indirektes Einleiten der Spritzbrühe in Gewässer oder Kanalisation verboten
- Imker erhalten bei der kantonalen Behörde alle relevanten Informationen
- Verantwortung und Kosten der Honiganalysen liegt bei den Kantonen
- Meldepflicht der Anwender an die zuständige kantonale Stelle (Behandlungsdaten, Flächen, eingesetzte Produktmenge
- Weiterleitung der Meldungen durch die zuständige kantonale Stelle an das Bundesamt für Landwirtschaft

Die Ostschweizer Obstbauorganisationen sind sich einig, dass zu einer gesamtheitlichen Feuerbrandstrategie auch wirksame Entflechtungsmassnahmen gehören. (ro)
