Zum Jahreswechsel
Ausgabe Nummer 1 (2004)
Zum Jahreswechsel
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In eigener Sache |
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| Sehr geehrte Bäuerinnen und Bauern, Sehr geehrte Leserinnen und Leser |
| Der Kanton Thurgau feierte in diesem Jahr sein 200-jähriges Bestehen. Die Thurgauer Landwirtschaft feierte mit. Sehr viele Bäuerinnen und Bauern haben sich zu Gunsten des Ansehens unserer Landwirtschaft mit vielen effektvollen und sympathischen Auftritten eingesetzt. Die Arbeit in den landwirtschaftlichen Organisationen und Vereinen stand deshalb aber nicht still. Wie immer wurde auch hier sehr viel Arbeit geleistet, auch vieles, das nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit zu sehen war. Ich danke allen von ganzem Herzen für den grossen Einsatz zu Gunsten unserer Thurgauer Landwirtschaft. Die Bilanz des letzten Jahres für die Landwirtschaft fällt aus meiner Sicht sehr zweigeteilt aus. Auf der einen Seite haben sich die Vertreterinnen und Vertreter der Landwirtschaft für die Anliegen der Bäuerinnen und Bauern auf nationaler und kantonaler Ebene mit sehr viel Herzblut eingesetzt. Das Gesamtresultat ihrer Arbeit darf sich unter Berücksichtigung der politischen Kräfteverhältnisse und der nationalen und internationalen Rahmenbedingungen denn auch sehen lassen. Auf der anderen Seite haben wir die Situation auf den Landwirtschaftsbetrieben zur Kenntnis zu nehmen. Die Einkommen haben sich für viele Bauernfamilien weiter verschlechtert. Die voraussehbare weitere nationale und internationale Entwicklung wird kurzfristig leider zu keiner Verbesserung führen. Es wäre den Bäuerinnen und Bauern deshalb Sand in die Augen gestreut, mit einer Aussage wie «das Blatt wird sich schon wieder wenden», Hoffnung zu versprühen. Eine Verbesserung der Gesamtsituation kann deshalb nur von innen kommen. Nicht der Landwirtschaftsbetrieb als solcher, sondern die Bauernfamilie muss vermehrt ins Zentrum gestellt werden. Auf sie haben wir alle unsere Anstrengungen auszurichten. Denn schlussendlich soll das wirtschaftliche und soziale Umfeld der Bauernfamilie deren Bedürfnissen entsprechen und wenn immer möglich verbessert werden. Es stellt sich für mich deshalb nicht die Frage, ob der Thurgauer Bauernverband seine Politik auf die Haupterwerbs- oder die Nebenerwerbsbetriebe ausrichten, die kleinen oder die grossen Betriebe was auch immer das heisst propagieren und die Strukturbereinigung fördern oder hemmen soll. Vielmehr müssen die Thurgauer Landwirtschaftsorganisationen und -institutionen enger zusammen arbeiten und unsere Energie noch vermehrt zu Gunsten einer gesicherten Existenz der einzelnen Bauernfamilien einsetzen. Für das kommende Jahr wünsche ich Ihnen viel persönliche Energie, Gesundheit, Glück, Erfolg und Befriedigung in Familie, Feld und Stall. Andreas Binswanger Präsident Thurgauer Bauernverband |
