Ausgabe Nummer 10 (2005)
Zum Kulturland Sorge tragen
| Politik des Thurgauer Regierungsrates beschäftigt die Bauern | |||
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Zum Kulturland Sorge tragen
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| An der Vereinsversammlung Agro Beratung Thurgau wehrt sich deren Präsident Markus Hausammann gegen übermässigen Verbrauch von Kulturland für den Strassenbau. | |||
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| Ungewohnt scharfe Töne schlug Markus Hausammann, Präsident Agro Beratung Thurgau, in seinem Jahresbericht an der ordentlichen Vereinsversammlung vom letzten Montagabend in Weinfelden vor 65 Mitgliedern und einer grossen Zahl an Gästen an. Er kritisierte, das Vorhaben der Thurgauer Regierung, wonach sie gemäss kantonalem Richtplan in den nächsten zwanzig Jahren jährlich zusätzlich rund drei Hektaren Kulturland für den Strassenbau verbrauchen will. Hausammann ist auch mit dem Thurgauer Bauernverband (TBV) nicht zufrieden, der im letzten November zusammen mit dem Gewerbeverband und der Industrie und Handelskammer die T 14 und die Südumfahrung Kreuzlingen vorbehaltlos gutgeheissen hat. Deshalb habe er die differenzierte Haltung des TBV-Vorstandes im letzten «Thurgauer Bauer» mit Befriedigung zur Kenntnis genommen. Finanzierbare Ausbildung Nach Hausammanns Äusserungen ist der Produktionsfaktor Arbeit von der Aus- und Weiterbildung stark beeinflusst. Er wies daraufhin, dass der Thurgau nach wie vor einen hohen Anteil an landwirtschaftlicher Bevölkerung ausweise. Er glaubt, dass es dem Thurgau mit seinen Ambitionen für ein Kompetenzzentrum Ernährungswirtschaft gut ansteht, sich auch für die Wahrung der führenden Rolle in der Ostschweiz betreffend landwirtschaftliche Ausbildung einzusetzen. Die Thurgauer Bauern und Bäuerinnen sowie die übrigen Praktizierenden von grünen Berufen seien an einer zukunftsgerichteten und kompetenten, aber immer auch finanzierbaren Aus- und Weiterbildung im Thurgau, und zwar unabhängig vom Standort innerhalb des Kantons, interessiert. Nach seiner Meinung muss im Zusammenhang mit dem LBBZ Arenenberg die Erhaltung des Schlosses und des Gutsbetriebs Arenenberg aus anderen Quellen finanziert werden. Hausammann mahnte auch zur Vorsicht bei bevorstehenden Investitionen in landwirtschaftlichen Betrieben. Verdiente Obmänner Im Vorstand ersetzt Andreas Guhl, Oppikon, Urs Reut, Mauren, der seinen Rücktritt erklärt hat. Für ihre zehnjährige Tätigkeit als Obmann eines Beratungsvereins wurden Thomas Boltshauser, Märstetten, Andreas Guhl, Oppikon, Max Windler, Braunau, Christoph Frischknecht, Wängi, und Daniel Strassburger, Steckborn, geehrt. Peter Konrad, Kreuzlingen, wurde für seine 25-jährige Tätigkeit als Leiter der Fachstelle Gemüse- und Beerenbau LBBZ Arenenberg, gewürdigt. Im Anschluss an die beiden Versammlungen sprach Thomas Böhni, Energie und Umwelt, Frauenfeld, zum Thema «Alternative Energie in der Landwirtschaft Thurgau». Mario Tosato |
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